Gersfeld - 31.05.2010Biosphärenreservat Rhön

Energieeinsparung im Fleischerhandwerk

FULDA. Das Biosphärenreservat Rhön und die Fleischerinnung des Landkreises Fulda hatten jetzt zu einem Vortrag über Maßnahmen des Klimaschutzes und der Energieeffizienz im Fleischerhandwerk in das ITZ nach Fulda eingeladen. Er fand im Rahmen des Projekts „Klimaanpassung und Klimaschutz in Biosphärenreservaten" statt, das vor einigen Wochen seitens des Biosphärenreservats Rhön gestartet wurde.

Arthur Scholz, Geschäftsführer der Firma Rhönkälte, informierte die Anwesenden über notwendige und sinnvolle Maßnahmen. Dabei konzentrierte sich sein Vortrag auf die beiden Handlungsfelder Kühlung und Abwärmenutzung. Scholz zeigte in seiner Präsentation auf, welche Anforderung die FCKW-Verordnung an die heimischen Metzgerbetriebe stellt und welche Übergangsfristen bestehen. Die Nutzung des die Ozonschicht gefährdeten FCKW werde bis zum generellen Verbot im Jahr 2015 immer weiter eingeschränkt. Durch regelmäßige Dichtigkeitsprüfungen sei sicher zu stellen, dass Lecks in Kühlanlagen frühzeitig erkannt und anschließend beseitigt werden können. Dies verhindere nicht nur den Austritt des klimaschädlichen Gases, sondern schone auch den eigenen Geldbeutel. Nur eine optimal befüllte und gewartete Kühlanlage könne ökonomisch und damit auch sparsam arbeiten.
Eine weitere Möglichkeit zum Klimaschutz bietet sich für die Handwerksbetriebe im Bereich der Abwärmenutzung von Kühlanlagen. Unternehmen, die eine Wärmerückgewinnung in ihr System integrieren, haben die Möglichkeit, Brauchwasser vorzuwärmen und damit Energie und Kosten zu sparen. An konkreten Beispielen erläuterte Scholz, was einzelne Maßnahmen kosten und in welcher Zeit sich derartige Investitionen amortisieren.
Scholz konnte belegen, dass ein klimabewusstes Handeln auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Dabei sind - je nach Betriebsablauf und eingesetzter Technik - individuelle Lösungen erforderlich. Die Firma Rhönkälte bot der Fleischerinnung an, für Betriebe, die ihren Sitz im hessischen Teil das Biosphärenreservats Rhön haben, die spezifischen Gegebenheiten zu analysieren, einen Sanierungsvorschlag zu erstellen und eine individuelle Beratung durchzuführen. Diese Betriebe können unbürokratisch zu den Beratungskosten der Firma Rhönkälte einen Zuschuss von 50Prozent aus Mitteln des Klimaschutzes aus dem Projekt des Biosphärenreservats erhalten. Mehrere Betriebe signalisierten unmittelbar nach der Veranstaltung Interesse.
In Vertretung des Biosphärenreservats Rhön nahm Astrid Schäfer an der Veranstaltung teil, die das Projekt „Klimaanpassung und Klimaschutz in Biosphärenreservaten" vorstellte und auf die Finanzierung und Unterstützung durch das Bundesamt für Naturschutz sowie das Bundesumweltministerium hinwies. Schäfer informierte, dass auch für andere Sparten wie die Gastronomie und das Schreinerhandwerk ähnliche Veranstaltungen und Beratungsangebote bestehen. Ludwig Leist, Obermeister der Fleischerinnung, dankte dem Biosphärenreservat für die Unterstützung und wies auf die schwierige finanzielle Situation der kleinen Metzgereien hin, die auch im Energiebereich dringend auf Kosteneinsparungen angewiesen sind.

31.05.2010

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