Gersfeld - 31.05.2010Biosphärenreservat Rhön

Kombination aus Wein und Tourismus

BAD KISSINGEN / HAMMELBURG. Das Fränkische Saaletal zwischen Bad Kissingen und Hammelburg - lediglich ein Geheimtipp zwischen Rhön und Fränkischem Weinland? Das soll sich ändern! Die Verantwortlichen im Landkreis Bad Kissingen haben das vorhandene touristische Potential erkannt und zusammen mit Winzern, Gastronomie und Direktvermarktern jetzt die Initiative ergriffen.

Am südlichen Rand des Landkreises Bad Kissingen öffnet sich das Fränkische Saaletal hin zum Maintal und zum Spessart. Die Weinbauregion „Fränkisches Saaletal" gehört zum Weinland Franken und umfasst die Muschelkalkhänge des Fränkischen Saaletals und seiner Nebentäler südlich von Bad Kissingen bis Hammelburg. Bereits die Fuldaer Klosterbrüder hatten die Vorzüge des milden Klimas im Saaletal erkannt, errichteten in Hammelburg eine Burg und legten die ersten Weinberge an. Der Ursprung des Weinbaus im Saaletal geht zurück bis auf das Jahr 777. Damals übertrug Karl der Große sein fränkisches Königsgut Hammelburg samt der umliegenden Ortschaften an das Kloster Fulda. Und in eben dieser, im Original erhaltenen Urkunde sind erstmals Weinberge in Franken verbrieft - Hammelburg darf sich also zurecht „Älteste Weinstadt Frankens" nennen.
Heute bildet Hammelburg gemeinsam mit dem Ort Ramsthal den quantitativen Schwerpunkt des Weinanbaus im Fränkischen Saaletal. Die Rebfläche der gesamten Weinbauregion beträgt rund 150 Hektar an den Hängen des Saaletals und seiner Nebentäler. Ein kleines, aber feines Weinbaugebiet mit charaktervollen Weinen, das darüber hinaus vielfältige Freizeit- und Kulturmöglichkeiten bietet. Doch wie auf die „Perle", auf dieses „fränkische Sahnestück" aufmerksam machen?
Ein erster Schritt war 2009 die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft, in der sich alle zehn Kommunen im Landkreis, der Landkreis Bad Kissingen selbst, Weinbauvereine, Fremdenverkehrsvereine und die Tourismus GmbH Bayerische Rhön zusammengeschlossen haben. Das Ziel war rasch formuliert: Erhöhung des Bekanntheitsgrades von Weinen aus dem Fränkischen Saaletal, Steigerung des touristischen Angebots, Verbesserung der Infrastruktur, Erhöhung der Gästefrequenz und der Aufenthaltsdauer, kurz: die Positionierung des „Fränkischen Saaletals" als Subdestination zwischen dem „Fränkischen Weinland" und der „Rhön".
Als dringlichste Maßnahme zur Umsetzung wurde die Erarbeitung eines Marketingkonzeptes durch ein Fachbüro gemeinsam mit den Akteuren in der Region erkannt. Dieses Konzept soll die Grundlage für weitere weintouristische Aktionen sein. Das gesamte Projekt „Weintourismus im Fränkischen Saaletal" wird unterstützt und gefördert durch die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.
Die ersten Ergebnisse der Kooperation konnten jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Region nennt sich zukünftig „Frankens Saalestück", ein Logo wurde geschaffen, die ersten Infomaterialien und der Weinkalender 2010 liegen druckfrisch vor.

31.05.2010

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