Gersfeld - 18.05.2010Biosphärenreservat Rhön

Grüsselbacher Bioenergiedorf-Projekt in Wiesbaden vorgestellt

Staatssekretär Mark Weinmeister empfing eine Delegation aus der Rhön, um über das Bioenergiedorf-Projekt Grüsselbach zu beraten und Fördermöglichkeiten auszuloten.

 

Vertreter der Biogas Grüsselbach GmbH & CO.KG, der Nahwärmegenossenschaft Grüsselbach IG, Bürgermeister Berthold Körbel, Martina Rode vom Arbeitskreis Bioenergie beim Landkreis Fulda, Martin Kremer vom Biosphärenreservat Rhön und Ingenieur Arno Nüsslein wurden vom Umweltstaatssekretär und der zuständigen Referatsleiterin, Birgit Hofmann, empfangen.

Das Grüsselbacher Projekt ist bislang in Hessen einmalig. Es verknüpft eine Biogasanlage, die von vier Landwirten betrieben werden soll, mit einer zentralen Holzhackschnitzelheizung und einem Nahwärmenetz. Rund 40 Haushalte wollen an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. Die Grundenergie für das Wärmenetz liefert die Biogasanlage, während die Spitzenlast über die Hackschnitzelheizung sichergestellt wird. Bürgermeister Berthold Körbel appellierte an den Staatssekretär, das Projekt finanziell zu unterstützen entsprechend der vorgelegten Anträge. Körbel verweist dabei auf das hohe bürgerschaftliche Engagement und auf den engen Zeitkorridor, da das Gesamtprojekt bis zur nächsten Heizperiode fertig gestellt sein soll. Kremer machte deutlich, dass das Projekt im Regionalforum “Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V.“ auf große Zustimmung trifft und sich der Vorstand eindeutig dafür ausgesprochen hat, die hessischen Fördermittel aus dem LEADER-Kontingent der Rhön zu entnehmen.

Staatssekretär Weinmeister zeigte sich in Anbetracht der deutlichen Positionierung der Rhöner beeindruckt. Diskutiert wurden mit dem Staatssekretär auch Fragestellungen wie Wärmeverluste, die genossenschaftlich Organisation von Heizanlage und Nahwärmenetz sowie diesbezügliche wirtschaftliche Absicherungsmechanismen.

Staatssekretär Weinmeister führte aus, dass er die fachliche Beurteilung der Hessenenergie abwarten möchte, um dann zu einer zügigen Entscheidung zu gelangen.

Die Rhöner Delegation ist optimistisch, dass in Anbetracht des sehr konstruktiven Gesprächs Anfang Juni mit einem Bewilligungsbescheid gerechnet werden kann.

 

Bild:

Von links nach rechts:

Bgm. Berthold Körbel, Thomas Engelbrecht, Frank Gollbach, Hermann Hahn, Jürgen Hahn

Vorne: Staatssekretär Mark Weinmeister, Martina Rode, Martin Kremer, Arno Nüsslein

 

 

18.05.2010

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