Gersfeld - 03.03.2010Biosphärenreservat Rhön

Eine Chance für die Haselmaus

ZELLA. Sieben der zurzeit neun Junior-Ranger, die von der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung betreut werden, trafen sich jetzt mit ihren Betreuern Rolf Friedrich und Peter Sauer, um Nistkästen für die sehr seltene Haselmaus zu bauen.

Die Mitarbeiter der Verwaltungsstelle hatten die einzelnen Holzteile bereits vorbereitet. Die Feinarbeiten wie das Schleifen und das Verschrauben mussten die Junior-Ranger jedoch selbst erledigen. Zum Schluss waren sieben Nistkästen entstanden, die nun ihren Platz dort erhalten, wo sich die typischen Lebensräume der Haselmaus befinden. Das sind oftmals Waldränder oder auch Gartenbereiche mit Hecken.

„In Thüringen wird der Haselmaus viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sie ist eine Tierart, die sehr selten und in ihrem Bestand gefährdet ist. Wir wollen mit dazu beitragen, dass die Haselmaus in der Rhön überleben kann", sagt Rolf Friedrich. Im März werden deshalb die Schüler des Thüringer Rhöngymnasiums in Kaltensundheim ihre Arbeiten und Erfahrungen zum Thema „Haselmaus" präsentieren. Dazu treffen sie sich am 6. März um 14 Uhr in der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön.

Bereits vor einiger Zeit wurde in Thüringen die Aktion „Nussjäger" vom NABU-Landesverband und dem Land Thüringen ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Aktion sind insbesondere Kinder dazu aufgerufen, Nüsse zu sammeln, um anhand der Fraßspuren zu erkennen, welches Tier dort gefressen hat und ob es sich dabei um die Haselmaus handelt. In einer Generalkarte für Thüringen, erläutert Rolf Friedrich, kann anschließend das Vorkommen der Haselmaus dokumentiert werden.

03.03.2010

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