Gersfeld - 18.02.2010Biosphärenreservat Rhön

Gemeinschaftswerk mit 250 Veranstaltungen

WILDFLECKEN-OBERBACH. Das Jahresprogramm 2010 des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayer. Rhön e.V. bietet auf 70 Seiten rund 250 verschiedene Veranstaltungen. Erneut ist es dabei Landkreis übergreifend gestaltet und besitzt ein praktisches Format, so dass es Gäste stets bei sich führen können.

Das Programm sei ein echtes Gemeinschaftswerk und widerspiegle die gute Zusammenarbeit, die es innerhalb des Trägerverbunds für die Umweltbildung und Umweltinformation im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön gibt, sagte der Vorsitzende des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayer. Rhön e.V., Bad Kissingens Landrat Thomas Bold. Seit dem letzten Jahr sei der Trägerverbund, zu dem die beiden Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld und die Kommunen Fladungen, Oberelsbach und Wildflecken-Oberbach gehören, in einem guten Kontakt, was die zukünftige staatliche Beteiligung an den Kosten betrifft. Zurzeit beteilige sich der Freistaat Bayern mit 70 Prozent an der Umweltbildung; 30 Prozent müssten selbst aufgebracht werden. Der Freistaat habe aber zugesagt, dass dieses Verhältnis spätestens mit der Fertigstellung des „Grünen Klassenzimmers" in Oberelsbach 90 zu 10 betragen wird, erklärte Bold. „Das ist ein Bekenntnis des Freistaats Bayern, dass die Umweltbildung im Wesentlichen eine Aufgabe des Staates ist."

Die Umweltbildung sei ein Auftrag an den Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayer. Rhön, der unter anderem in den beiden Informationszentren des Biosphärenreservats Rhön, dem „Haus der Langen Rhön" in Oberelsbach und dem „Haus der Schwarzen Berge" in Wildflecken-Oberbach, erfüllt wird. „Aber Umweltbildung lebt nicht nur durch diese Gebäude, sondern vor allem draußen in der Natur", sagte Bold. Im Vergleich zum Vorjahr besitze das Jahresprogramm 2010 einen noch größeren Umfang. Die 250 Veranstaltungen verteilen sich auf Ausstellungen (56), Kurse (53), Vorträge (16), Wanderungen (41), Seminare (55), Workshops (5), Aktionstage (3) und Aktionswochen (21). „Hinter diesem Programm stecken Ideen und Engagement. Bei allen, die Führungen übernehmen oder Vorträge halten, ist die Begeisterung für die Rhön spürbar. Natur und Heimat kann man auch nur auf diese Weise vermitteln", meinte der Vorsitzende.

Das Titelbild des Jahresprogramms zeigt die Berge der Rhön im Landkreis Bad Kissingen. Auf den 70 Seiten finden sich zahlreiche Fotos, die einen Einblick in das Leben der Rhön geben. Auf der Rückseite sind die einzelnen Einrichtungen der Umweltbildung mit Adressen und Kontaktdaten aufgeführt. Neben dem „Haus der Schwarzen Berge" und dem „Haus der Langen Rhön" sind das die Infostelle Schwarzes Moor bei Fladungen sowie das Managementzentrum in Oberelsbach, in dem sowohl die bayerische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön als auch der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayer. Rhön e.V. ihren Sitz haben. „Für uns ist das Jahresprogramm immer ein Stück Herzblut", sagte der Geschäftsführer des Vereins, Klaus Spitzl.


Der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön, Regierungsdirektor Michael Geier, würdigte die ausgezeichnete Kooperation zwischen den beiden Informationszentren des Biosphärenreservats Rhön in Oberelsbach und Wildflecken-Oberbach. Das liege auch daran, dass in beiden Einrichtungen nicht einfach die wöchentlich vorgeschriebene Arbeitszeit abgearbeitet werde, sondern dass immer dann Engagement seitens der Mitarbeiter gezeigt werde, wenn dies nötig ist. Das Programm besitze in diesem Jahr einen durchgehenden roten Faden, nämlich die enge Anlehnung an das Projekt des Biosphärenreservats Rhön zum nachhaltigen und bewussten Konsum an verschiedenen Bad Neustädter Schulen. „Vieles, was in unserem Jahresprogramm steht, können wir später in das Grüne Klassenzimmer integrieren", hob Geier hervor. Der Erfolg in der Umweltbildung, ergänzte er, sei wesentlich dadurch begründet, dass alle an einem Strang ziehen. Seitens anderer deutschen Großschutzgebiete werde die bayerische Rhön oft darum beneidet, dass die Zusammenarbeit zwischen staatlicher Verwaltung, Kommunen, den beiden Landkreisen und den privaten Anbietern so gut funktioniere. „Und das wollen wir beibehalten."
Es gebe viele langjährige Partner, die auch in diesem Jahr wieder mit geholfen haben, das Umweltbildungsprogramm für die bayerische Rhön in dieser anspruchsvollen Form aufzustellen, sagte Michael Dohrmann vom Umweltbildungsteam des Vereins. „Ohne die würde es auch nicht funktionieren", unterstrich er. Die Rhön sei im bayerischen Teil nicht nur ein Biosphärenreservat, sondern auch Naturpark. „Bei der Umweltbildung innerhalb der deutschen Naturparke spielt sie ganz vorne mit, weil die Zusammenarbeit im Arbeitskreis das ermöglicht", sagte Dohrmann.

18.02.2010

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