Gersfeld - 27.07.2018Biosphärenreservat Rhön

Sommertour 2018 (Tag 4): Ministerin Hinz widmet sich dem Wald, Naturschutz & Dorfentwicklung

Umweltministerin Priska Hinz besucht neu angelegte Teichanlage im Forstamt Hofbieber und die Projekte „Quellenkartierung im Biosphärenreservat Rhön“. Außerdem unterzeichnet sie eine Vereinbarung zur Kooperation zwischen der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) und HessenForst zum Horstschutz.

„Der Wald ist einer der natürlichsten Lebensräume. Er ist Heimat für Tiere und Pflanzen und trägt zum Schutz von Klima, Wasser und Boden bei. Um die Artenvielfalt weiter zu fördern pflegt HessenForst den Wald naturnah und setzt gezielt Naturschutzmaßnahmen um“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz. Gemeinsam mit Forstamtsleiter Florian Wilshusen und Projektleiter Bernd Mordziol-Stelzer besuchte Hinz auf ihrer Sommertour die neu angelegte Teichanlage im Forstamt Hofbieber. Sie soll dem Schwarzstorch Nahrung und vielen weiteren, seltenen Arten Lebensraum bieten. „Die Habitatmaßnahmen dienen auch Amphibien, Libellen, Sandbienen, Wirbellosen und Wasserpflanzen“, ergänzte Hinz. Große Teile des Forstamtes Hofbieber liegen im Biosphärenreservat Rhön. Der Forstbetrieb kümmert sich im Zuge von Artenpatenschaften besonders um den Schwarzstorch, Feuersalamander, die Mopsfledermaus und auch um die hiesigen Quellen. „Teiche sind wahre Schätze für die Artenvielfalt – deshalb hat unser Forstamt das 100-Teiche-Projekt ins Leben gerufen mit dem Ziel, neue Teiche zu bauen und verlandete wieder aufzuwerten“, erklärte Mordziol-Stelzer.

Quellenkartierung im Biosphärenreservat Rhön

Quellen sind meist unscheinbare Biotope, haben jedoch eine große Bedeutung für Mensch und Natur. Sie sind auch Indikator für den Zustand des Grundwassers. „In den über 3.200 kartierten Quellen in der Rhön wurden mehr als 2.100 verschiedene Tierarten nachgewiesen. Beispielsweise die Rhönquellschnecke“, erläuterte Umweltministerin Priska Hinz. „Um diese besonderen Biotope zu schützen, teils wieder herzustellen und ein Monitoring von Umweltbelastungen in Einzugsgebieten mit oberflächennahem Grundwasser betreiben zu können, ist eine Kartierung der vorhandenen Quellen mit ihrem aktuellen Zustand essentiell und notwendig“, ergänzte Hinz. Schon jetzt gilt das Biosphärenreservat Rhön bundesweit als Vorreiter bei der Erfassung der Quellen, auch europaweit gehört die Rhön zu den führenden Regionen. Unter der Federführung des Landesverbands für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V. und in Zusammenarbeit mit HessenForst und dem Biosphärenreservat Rhön soll in den nächsten Jahren ein Großteil der circa 8.000 Quellaustritte in der Rhön kartiert werden. Das Land Hessen unterstützt die Quellkartierung: Allein in der aktuellen Legislaturperiode standen Mittel in Höhe von rund 83.000 Euro bereit. Damit konnten 1.019 Quellen erfasst werden. Im Rahmen der Naturschutzkampagne Hessen, die im Mai 2018 startete, fördert das Hessische Umweltministerium weitere Maßnahmen zur Renaturierung der Rhönquellen mit zusätzlich 50.000 Euro.

 

27.07.2018

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Foto: li. Ministerin Priska Hinz, mi. Stefan Zaenker, re. Torsten Raab

Foto: li. Stefan Zaenker, re. Ministerin Priska Hinz

Foto: Archiv BRR

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