Oberelsbach - 21.12.2017Biosphärenreservat Rhön

Entwurf "Neues Rahmenkonzept" nach öffentlicher Anhörung den Ministerien übergeben

Der finale Entwurf des neuen Rahmenkonzeptes UNESCO-Biosphärenreservat Rhön aus der Region wurde Mitte Dezember den drei Umweltministerien in Bayern, Hessen und Thüringen übergeben. Nach Bearbeitung der Vielzahl an Stellungnahmen, die während der öffentlichen Anhörung vom 26. Juni bis 29. September bei den drei Verwaltungsstellen eingingen, ist es den Verantwortlichen eine große Freude, die drei Bände nun zur möglichen interministeriellen Abstimmung vorzulegen. Das endgültige Rahmenkonzept wird nach drei Jahren Arbeitsprozess voraussichtlich im 2. Quartal 2018 in der hessischen Rhön der Öffentlichkeit und zur Umsetzung der vielen Projektideen sowie Ziele/Maßnahmen übergeben werden.

 

Der Beitrag der Region ist fertiggestellt

Nach gut drei Jahren Arbeitsprozess in der Rhön wurde der Entwurf des neuen Rahmenkonzeptes für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön den drei Umweltministerien der Länder übergeben. Den Sommer über lag das Konzept zur öffentlichen Anhörung aus – und zahlreiche Institutionen, Verbände und Akteure, aber auch einige interessierte Rhöner Bürger haben sich schriftlich geäußert. Zum Ende der Frist am 29. September 2017 sind 115 Rückmeldungen eingegangen.

Die 115 eingegangenen Stellungnahmen zu den einzelnen Bänden wurden in länderübergreifenden Arbeitssitzungen von den Verwaltungsstellen abgewogen und in den Entwurf eingearbeitet. Einzelne Stellungnahmen haben sich inhaltlich widersprochen, so dass keiner mitwirkenden Organisation oder Einzelperson der Anspruch gewährt werden kann, dass ihre Anregung 1:1 im Konzept integriert ist. Das Autorenteam bittet daher um Verständnis für die Möglichkeiten und Chancen des zukünftigen Rahmenkonzeptes. Die Widersprüche wurden nach bestem Wissen und Gewissen in einer gemeinsamen Sitzung der ständigen Arbeitsgruppe der Umweltministerien und der Verwaltungsstellen aufgelöst. Im Laufe des Überarbeitungsprozesses kamen noch einige neue Projektideen hinzu, die nun wie folgt in Band III skizziert wurden:

  • 19 Leuchtturmprojekte,
  • 19 Projekte,
  • 11 Pilotprojekte und
  • 17 Forschungsprojekte

Am 8. Dezember wurde der Entwurf aus der Region zur möglichen interministerialen Abstimmung in Erfurt, Wiesbaden und München vorgelegt.


Entwurf neues Rahmenkonzept

Die Informationen zur nachhaltigen Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön sind im Entwurf in drei Bände unterteilt:

  • Band I – Wo stehen wir?
    Status Quo der nachhaltigen Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
  • Band II – Welche Ziele haben wir für die Zukunft?
    Leitbilder, Ziele und Maßnahmen für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
  •  Band III – Wie sieht unser Weg aus?
    Leuchtturm-, Pilot- und Forschungsprojekte zur Umsetzung der Ziele zur nachhaltigen Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

 

Downloadoptionen und weitere Infos

Die einzelnen Bände des finalen Entwurfs können H I E R heruntergeladen werden. Die aus dem Status Quo und den formulierten Zielen resultierenden Maßnahmen sind im Band III zu Projektskizzen, die verschiedenste Themenbereiche berühren, ausformuliert worden. Weitere Infos zum Bottom-Up-Prozess zur Erstellung des neuen Rahmenkonzeptes mit Akteuren und der Bevölkerung in der Region finden Sie H I E R.

Das neue Rahmenkonzept erlangt keine eigene Rechtsverbindlichkeit. Es bot auf diesem Weg der Region die Chance, sich selbst ein Leitbild für die zukünftige Entwicklung zu geben und Ziele, Maßnahmen und Projektideen als Aktionsplan für die nächsten 10 – 15 Jahre zu verfassen.

Mit dem vorgelegten Entwurf endet auch die Arbeit der länderübergreifenden Projektkoordinatorin Ulrike Schade. Michael Geier, der Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle, die federführend zuständig war für die Erarbeitung des Konzepts, bedankte sich herzlich für die geleistete Arbeit: "Ohne ihre strukturierte Arbeitsweise, ihre Energie und ihre Leidenschaft für die Sache wäre ein so gutes Ergebnis nicht zustande gekommen."

Nach derzeitiger Planung soll das endgültige Rahmenkonzept im 2. Quartal 2018 der Öffentlichkeit in der hessischen Rhön übergeben werden. Die Federführung zur länderübergreifenden Zusammenarbeit im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wechselte zudem zum 1. Dezember an die Hessische Verwaltungsstelle und dem zugeordneten Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für den Zeitraum 2018-2020.

21.12.2017

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Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit: Die ständige länderübergreifende Arbeitsgruppe der Umweltministerien verabschiedet sich von Projektkoordinatorin Ulrike Schade. v.l.n.r.: Martin Kremer (Hessische Verwaltungsstelle), Bertram Eidel (Bereichsleiter, RUF) , Karl-Friedrich Abe (Leiter der Thüringer Verwaltungsstelle), Torsten Raab (Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle), Ulrike Schade (Projektkoordinatorin Rahmenkonzept) , Peter Stühlinger (Hessisches Umweltministerium) , Ulrike Lorenz (Referatsleiterin Bayerisches Umweltministerium), Johannes Pain (Bayerisches Umweltministerium), Sylvia Fuchs (Hessisches Umweltministerium), Julia Rösch (Bayerische Verwaltungsstelle) und Michael Geier (Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle) Foto: Herr Wallner

Eine Chance für die Zukunft: 18 Themenfeldern mit Analysen zum Status Quo und Ziel- und Maßnahmenformulierungen, die im Entwurf "Neues Rahmenkonzept" berücksichtigt wurden.

11 länderübergreifende Arbeitsgruppen mit ca. 300 Akteuren, die bei der Erstellung des Entwurfs "Neues Rahmenkonzept" aktiv mitwirkten.

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