Salz - 05.10.2017Biosphärenreservat Rhön

Kommunen im Portrait: Gemeinde Salz (Unterfranken) im Erweiterungsgebiet

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung und genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen mit 58.113 Hektar dazu.

Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in UNESCO-Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.

 

Wir möchten an dieser Stelle die Gemeinde Salz (Unterfranken) vorstellen:

Drei Fragen an Martin Schmitt, Bürgermeister seit dem 1. Mai 2014

Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern“ oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Schmitt: Wie viele andere Tagesordnungspunkte wurde auch dieser in unserem Gemeinderat kontrovers diskutiert, um eine Entscheidung herbeizuführen. Ängste und Befürchtungen aus der Landwirtschaft konnten weitestgehend ausgeräumt werden, so dass eine Entscheidung mit großer Mehrheit für den Beitritt zum Biosphärenreservat das Ergebnis der Abstimmung war.

Was verspricht sich Ihre Kommune vom Biosphärenreservat? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft?

Schmitt: Wir versprechen uns die Region, durch unseren Beitritt zu unterstützen und zu stärken, um dem Biosphärenreservat in der breiten Bevölkerung mehr Geltung und Anerkennung zu verschaffen. Dies sollte unserer Bevölkerung ein „wir Gefühl“ für das Biosphärenreservat und die Verantwortung gegenüber der Natur für die Zukunft unserer Heimat verschaffen.


Worin besteht die „Mitgift“ Ihrer Kommune? Was bringen Sie ein? Warum ist es für das Biosphärenreservat ein Gewinn, dass nun auch Ihre Gemeinde dabei ist?

Schmitt: Mit ihrem Anteil von nahezu 60 ha am Naturschutzgebiet Saalewiesen (Pflegezone) hat die Gemeinde Salz eine große und sehr kompakte Fläche von naturschutzfachlich herausragender Qualität als Mitgift in das Biosphärenreservat eingebracht. Eine Auenlandschaft in dieser Größe ist in der Mitte Deutschlands selten anzutreffen, so dass sie besonders für Zugvögel einen wichtigen Rastplatz darstellt. Für seltene Wiesen- und Bodenbrüter kann bei behutsamer Bewirtschaftung der Wiesen das Überleben vieler Arten für die Zukunft gesichert werden und Verständnis für die Notwendigkeit eines Biosphärenreservats bei der Bevölkerung geweckt werden.

Weitere Gemeinde- und Stadtportraits:

Aura a. d. Saale, Bad Bocklet, Bad Kissingen, Bad Neustadt a. d. Saale, Bastheim, Burglauer, Elfershausen, Euerdorf, Fuchsstadt, Hammelburg, Hohenroth, Mellrichstadt, Niederlauer, Oberstreu, Oberthulba, Schondra, Unsleben, Wartmannsroth, Wollbach, Zeitlofs

 

05.10.2017

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Dorflinde der Gemeinde Salz (Foto: U. Steigemann/Bayer. Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön).

Auch einen rund um die Uhr geöffneten "Selbstbedienungsladen" hat Salz zu bieten (Foto: U. Steigemann/Bayer. Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön).

Rathaus und Gemeindezentrum der Gemeinde Salz (Foto: U. Steigemann/Bayer. Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön).

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