13.09.2017Trägervereine & Partner

Neue Skateranlage für Jugendliche in Gersfeld

Die Gersfelder Jugendlichen haben sich eine neue Skateranlage gewünscht. Ihr Wunsch geht in Erfüllung. Ein erster Schritt ist mit dem Zuschuss des hessischen Trägervereins des UNESCO-Biosphärenreservates Natur- und Lebensraum Rhön schon einmal gemacht.

Die 14-jährige Chantal Bühler war zuletzt fast jeden Tag an der Skateranlage in Gersfeld. Die Anlage bestand seit etwa acht Jahren, ist jedoch mit der Zeit verfallen. „Die Witterung und Vandalismus haben den Geräten, die vorwiegend aus Holz sind, zugesetzt“, erklärt der Gersfelder Jugendpfleger Harald Vonderau. Nach und nach habe man die Anlage deshalb abbauen müssen. „Das war irgendwann zu gefährlich.“  Nur noch ein Holzkubus und eine Eisenstange stehen auf dem Platz nahe des Bahnhofs.

Chantal und viele ihrer Mitschüler an der Gersfelder Rhönschule und der benachbarten Anne-Frank-Schule haben sich deshalb eine neue Skateranlage gewünscht. Beim Jugendforum, das im März an der Rhönschule stattfand, hatten sie die Möglichkeit, den Verantwortlichen wie dem Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) von ihren Vorstellungen zu erzählen.

Der Verein Natur- und Lebensraum Rhön (VLNR) hatte das Forum veranstaltet. Der Verein hat für ein konkretes Jugendprojekt 1.000 Euro ausgelobt. Das Geld soll für die neue Skateranlage ausgegeben werden. Bei der Scheckübergabe erklärt Bürgermeister Steffen Korell: „Das Projekt wird in das IKEK-Programm aufgenommen.“ Das heißt, es soll in dem Entwicklungsprogramm gefördert werden. „Dieses Jahr wird das aber noch nicht umgesetzt werden“, betont Korell. Einen Zeitraum kann er noch nicht nennen.

Der Bürgermeister lobt Jugendpfleger Vonderau. „Er arbeitet an einer Schnittstelle und ist nicht zu ersetzen. Er hat einen ganz anderen Zugang zu den Jugendlichen. Das ist viel wert.“ Vonderau weiß: „Der Skaterpark am Bahnhof wurde immer sehr gut genutzt. In direkter Nähe ist ja auch unser Jugendtreff.“ Eine neue Anlage würde etwa 5.000 Euro kosten, schätzt er. „Wir wollen nicht wieder Geräte aus Holz aufstellen, sondern nachhaltige Betonteile“, erläutert er.

Regionalmanagerin Antje Voll vom VLNR erklärt, warum der Verein das Projekt fördert: „Der demografische Wandel im ländlichen Raum bereitet uns zunehmend Sorgen. Jugendliche wandern ab, Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt und die Bedürfnisse der Jugend kommen bei kommunalpolitischen Planungen gegebenenfalls zu kurz.“ Dem wolle der Verein entgegenwirken. In Zusammenarbeit mit den Schulen wolle man politische Beteiligungsmöglichkeiten stärken und entwickeln. Ein Ansatz sind Jugendforen. Zwei Veranstaltungen
haben bereits in Hilders und Gersfeld stattgefunden.

Jugendforum mit klaren Positionen

Beim Forum in Gersfeld haben sich die Jugendlichen zu Infrastruktur, Freizeitaktivitäten, Einkaufsmöglichkeiten, Naturschutz, Sicherheit und dem kulturellen Angebot engagiert und positioniert, freut sich Voll.

 

STICHWORT
IKEK steht für integriertes kommunales Entwicklungskonzept.
Es ist ein Förderprogramm für die Dorfentwicklung, das
zehn Jahre lang läuft. Insgesamt sind rund 35 Projekte ausgearbeitet
worden. Auch das Projekt Skaterbahn wird laut Bürgermeister Steffen Korell ins IKEK aufgenommen.

13.09.2017

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Foto: M. Kremer Steffen Korell (von links), Harald Vonderau, die Rhönschüler Chantal Bühler, Maximilian Lamp, Julian Maul und Jonas Gutmann sowie Antje Voll (Regionalmanagerin VNLR) und Schulleiter Marco Schumacher

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