25.08.2017Biosphärenreservat Rhön

SOS-Kinderdorf leistet wieder einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung

Bereits zum zweiten Mal unterstützte eine 13-köpfige Gruppe des SOS-Kinderdorfs Hohenroth bei Rieneck im Spessart die Gemeinde Oberelsbach bei Forstarbeiten am Dünsberg. Die bayerische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön heißt die Gruppe nun schon seit 28 Jahren bei ihrem jährlichen Besuch in der Rhön herzlich willkommen.

Dieses Jahr übernachteten die ehrenamtlichen Helfer zum ersten Mal in der Umweltbildungsstätte Rhöniversum in Oberelsbach. Für ihr sechs-jähriges Pferd "Igor", das sie bei den Forstarbeiten tatkräftig unterstützt, wurde eine gemeindeeigene Wiese in der Nähe zur Verfügung gestellt. Auch mit dabei waren, wie jedes Jahr, die Betreuer Wolfgang Küber, Bürgermeister von Rieneck, und dessen Frau Renate.

Aufgabe dieses Mal war wieder die Auslichtung des Kiefernwaldes am Dünsberg bei Oberelsbach. Die Reduzierung des Kiefernbestandes, der für diese Fläche aufgrund des Kalkmagerrasens sehr untypisch ist, ist vor allem für wertvolle einheimische und seltene Insekten- und Pflanzenarten wichtig. Zu diesen zählen unter anderem Orchideen, die Silber- sowie die Golddistel, das sichelblättrige Hasenohr und verschiedene Enziane.

Die SOS-Kinderdorfgruppe setzte dabei auf schonende Maßnahmen. Außer der Motorsäge wurde keine Maschine benutzt. Dafür war jedoch die Unterstützung durch ihr Rückepferd "Igor" unentbehrlich. Während ein Teil der Ehrenamtlichen den Wald ausholzte, transportierte der Rest die Baumstämme mithilfe des Pferdes ab. Von der Gemeinde wird das entnommene Holz anschließend für die Herstellung von Möbeln verwertet.

Wie jedes Jahr unterstützte Uwe Steigemann, der Schutzgebietsbetreuer der bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön, die Gruppe bei ihren Arbeiten. Außerdem stattete der Oberelsbacher Gemeindeförster Matthias Schlund den Freiwilligen einen Besuch ab und stellt fest, es sei schön, dass alles so gut läuft wie im letzten Jahr. Auch der Gemeindevertreter Herr Omert machte sich ein eigenes Bild der Forstarbeiten mit dem Rückepferd und spendierte der Gruppe im Namen der Gemeinde eine Brotzeit als Dankeschön für ihre wertvolle ehrenamtliche Tätigkeit.

Die Ehrenamtlichen der SOS-Kinderdorfgruppe führten ihre Arbeiten wie immer mit Begeisterung aus. In den vergangenen Jahren renaturierten sie unter anderem schon den Weißbach, pflanzten Obstbäume um einen Schafsstall in Ginolfs und stellten zwei Steinbrüche von Bäumen und Sträuchern frei.

 

 

25.08.2017

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Rückepferd "Igor" hilft beim Abtransportieren der Baumstämme

Die SOS-Kinderdorfgruppe mit ihren Betreuern sowie dem Gemeindevertreter Herr Omert und dem Gemeindeförster Matthias Schlund

Auch die Silberdistel profitiert nun von besseren Standortbedingungen

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