Oberstreu - 28.07.2017Biosphärenreservat Rhön

Kommunen im Portrait: Gemeinde Oberstreu (Unterfranken) im Erweiterungsgebiet

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung und genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen mit 58.113 Hektar dazu.

Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in UNESCO-Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.

Wir möchten an dieser Stelle die Gemeinde Oberstreu (Unterfranken) vorstellen:

Drei Fragen an Matthias Liebst,
Bürgermeister seit dem 1. Mai 2008

Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern“ oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Von der Gemeinde Oberstreu liegen nur die Bereiche westlich der ehem. B 19 im Biosphärenreservat. Der ehemalige Standortübungsplatz der Mellrichstädter Garnison ist von Staatsbesitz in die Bundesstiftung DBU Naturerbe überführt worden und wurde zum großen Teil als Naturschutzgebiet und Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Hier findet eine regelmäßige Pflege des Grünlands und der Hecken statt. Teilflächen des Naturschutzgebietes wurden als Kernzone des Biosphärenreservats ausgewiesen. Auf diesem Gelände wird derzeit noch kräftig durchforstet, bevor es sich selbst überlassen bleibt.


Was verspricht sich Ihre Kommune vom Biosphärenreservat? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft?

Wir gehen davon aus, dass die Offenlandbereiche am Eiersberg auch weiterhin gepflegt werden und die Ortsbevölkerung und andere Naturfreunde weiterhin auf dem Eiersberg spazieren gehen und die Natur genießen können. Die Nutzung als Kernzone und Vogelschutzgebiet kommt uns insofern entgegen, da der Eiersberg zum Quelleinzugsgebiet der Mittelstreuer Quellen gehört und der Grundwasserschutz in diesem schwach genutzten Areal gegeben ist.


Worin besteht die „Mitgift“ Ihrer Kommune? Was bringen Sie ein? Warum ist es für das Biosphärenreservat ein Gewinn, dass nun auch Ihre Gemeinde dabei ist?

Die Gemeinde Oberstreu selbst hat keine Kernzonenflächen eingebracht.


Weitere Gemeinde- und Stadtportraits:

Aura a. d. Saale, Bad Bocklet, Bad Kissingen, Bad Neustadt a. d. Saale, Bastheim, Burglauer, Elfershausen, Euerdorf, Fuchsstadt, Hammelburg, Hohenroth, Mellrichstadt, Niederlauer, Oberthulba, Schondra, Unsleben, Wartmannsroth, Wollbach, Zeitlofs

 

28.07.2017

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Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer im Ortsteil Mittelstreu, die im letzten Jahr ihren 300. Geburtstag feierte.

Erster Bürgermeister der Gemeinde Oberstreu, Matthias Liebst

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