Unsleben - 29.06.2017Biosphärenreservat Rhön

Kommunen im Portrait: Gemeinde Unsleben (Unterfranken) im Erweiterungsgebiet

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung und genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen mit 58.113 Hektar dazu.

Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in UNESCO-Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.

 

Wir möchten an dieser Stelle die Gemeinde Unsleben (Unterfranken) vorstellen:

Drei Fragen an Michael Gottwald, Bürgermeister seit dem 1. Mai 2008

Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern“ oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Gottwald: Trotz seiner wirtschaftlichen Bedeutsamkeit legt Unsleben traditionell Wert auf nachhaltige und umweltfreundliche Entscheidungen. Aufgrund eigener Erfahrungen mit bestehenden Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten sowie ausschließlichen Schutzwaldbeständen, mussten die Gremien meiner Gemeinde nicht überzeugt werden. Eine Beteiligung und Unterstützung der Ausweisung von Flächen für das Biosphärenreservat verstanden wir als Basis nachhaltigen Wirkens. Immer wieder hat die Gemeinde Flächen für den Naturschutz gekauft und unter Schutz und Pflege gestellt.

Was verspricht sich Ihre Kommune vom Biosphärenreservat? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft?

Gottwald: Da Unsleben mehr am Rande des Reservates in der Entwicklungszone liegt, ist die direkte Betroffenheit natürlich nicht sonderlich ausgeprägt. So verstehen wir uns mit unserer eigenen Verantwortung für die Umwelt als beispielgebend und als nachahmenswert. Die Biodiversität in unserer Region sollte allumfassend und gemäß den jeweiligen Möglichkeiten einer Gemeinde als Stützpfeiler für eine lebenswerte Welt in den Prozess eingehen. Ich verspreche mir eine Stärkung des Bewusstseins der Menschen für die Zukunft unserer nachfolgenden Generationen.

Worin besteht die „Mitgift“ Ihrer Kommune? Was bringen Sie ein? Warum ist es für das Biosphärenreservat ein Gewinn, dass nun auch Ihre Gemeinde dabei ist?

Gottwald: Um unser Ortsgebiet liegen neben landwirtschaftlich genutzten Gebieten fast ausschließlich Schutzgebiete, so dass Unsleben lediglich noch ideelle Werte für eine zu schützende Natur einbringen konnte. Die vorbildliche Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten in Sachen Erneuerbarer Energien und Ressourcenschutz aber auch in Landschaftspflege und Flächenversiegelung kann als Impulsgeber für das Biosphärenreservat genutzt werden.

Weitere Gemeinde- und Stadtportraits:

Aura a. d. Saale, Bad Bocklet, Bad Kissingen, Bad Neustadt a. d. Saale, Bastheim, Burglauer, Elfershausen, Euerdorf, Fuchsstadt, Hammelburg, Hohenroth, Mellrichstadt, Niederlauer, Oberthulba, Schondra, Wartmannsroth, Wollbach, Zeitlofs

29.06.2017

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Die Gemeinde Unsleben im Landkreis Rhön-Grabfeld, seit 2014 Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön

Erster Bürgermeister der Gemeinde Unsleben, Michael Gottwald

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