Bayerische Rhön - 14.06.2017Biosphärenreservat Rhön

Was zwitschert in der Rhön?

Als Teil eines deutschlandweiten Projekts wird in bestimmten Bereichen der bayerischen Rhön zwischen März und Juni eine Brutvogelkartierung durchgeführt. Initiator und Auftraggeber für das schon seit vielen Jahren bestehende Monitoringprogramm ist das Bundesamt für Naturschutz in Bonn. Für dieses Jahr sind die Erfassungen abgeschlossen - das Ergebnis ist kein erfreuliches: sowohl die Anzahl der Arten als auch die Individuenzahl der jeweiligen Arten sind seit Beginn der Kartierung rückläufig.

Ziel des Projektes ist es, in einem bundesweit angelegten, statistisch auswertbaren Beobachtungsraster den Bestand an wildlebenden (Brut-)Vögeln zu erfassen und Veränderungen zu dokumentieren.

Drei Rhöner Gebiete unter Beobachtung

Im Projekt arbeiten viele ehrenamtliche Kartierer z.B. des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) e. V. und auch öffentliche Einrichtungen oder Behörden mit. Auch die Bayerische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön beteiligt sich an der Kartierung einiger Rasterflächen in der Rhön, so im Ortsteil Schönau, im Bereich der Thüringer Hütte sowie am Hundsrücken und Kaffenberg bei Ostheim v. der Rhön. Die Erhebungsflächen sind jeweils 1 km² groß und wurden statistisch nach Zufallsprinzip ermittelt.

Im Zeitraum von März bis Juni erfasst der Naturschutzwart Uwe Steigemann (Bayerische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön) zwischen 6:00h und 8:30h –wenn das Wetter günstig ist – innerhalb der oben genannten Gebiete auf einem definierten Rundweg alle Vogelarten, die von ihm gesichtet oder gehört werden. Auch werden Brutnachweise dokumentiert. Die Daten werden über den Landesbund für Vogelschutz in Bayern (e.V.) bayernweit, sowie vom Dachverband deutscher Avifaunisten (DDA) deutschlandweit zusammengeführt und ausgewertet.

Individuen und Arten rückläufig

Nachfolgend eine kleine Auswahl der in den untersuchten Gebieten gesichteten Vogelarten:

Bachstelze, Eichelhäher, Eisvogel, Gartengrasmücke,Gebirgstelze, Goldammer, Habicht (Vogel des Jahres 2015), Mauersegler, Nachtigall, Nilgans, Ringeltaube, Rotmilan, Schwarzspecht, Schwarzstorch, Singdrossel, Stieglitz (Vogel des Jahres 2016), Stockente, Turmfalke, Wacholderdrossel, Waldkauz (Vogel des Jahres 2017), Wasseramsel, Zaunkönig

Insgesamt wurde festgestellt, dass sowohl die Anzahl der Arten als auch die Individuenzahl der jeweiligen Arten seit Beginn der Kartierung rückläufig sind.

 

14.06.2017

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Die Nilgans (Alopochen aegyptiaca) ist - wie sowohl ihr deutscher als auch ihr wissenschaftlicher Name verrät - ursprünglich aus Afrika. Seit einigen Jahrzenten ist sie aber auch in Mitteleuropa und so auch in der Rhön anzutreffen. (Foto: Uwe Steigemann).

Blick auf Sondheim v. der Rhön (Foto: U. Steigemann)

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