Oberelsbach - 22.03.2017Biosphärenreservat Rhön

Die Ikonenschreiberei - ein außergewöhnliches Handwerk

Noch bis Ostermontag, den 17.04.2017 ist die Ausstellung "Ikonen - Fenster zur Ewigkeit" im Biosphärenzentrum "Haus der Langen Rhön" in Oberelsbach zu sehen. Ursula Rahm aus Bischofsheim und Edgar Müller aus Fulda widmen sich bereits seit 1998 dem uralten geistlichen Handwerk der Ikonenschreiberei. Nicht nur die strengen Regeln, die der Künstler beachten muss, machen diese Kunst zu etwas Außergewöhnlichem.

Vielmehr als nur ein normales Bild auf hölzernem Grund ist das, was bei der "Ikonenschreiberei" entsteht. Das Produkt - die Ikone - gilt als "Fenster zur Ewigkeit". Ursula Rahm aus Bischofsheim, die wie auch Edgar Müller aus Fulda eine Auswahl ihrer beeindruckenden Werke im Haus der Langen Rhön ausstellt, empfindet die Ikone als Einladung zum Gebet. Beten sei nämlich "nicht das Rezitieren von Formeln, sondern die Verbindung zu Gott".

Vorbereitung dauert 14 Tage

Das Ikonenschreiben sei nicht mit gängiger Kunst wie der Aquarell- oder Ölmalerei vergleichbar, erzählt Edgar Müller über die handwerklichen Anforderungen einer Ikone. Die Vorbereitung des Untergrundes allein dauere bereits 14 Tage. Hier kommen Leim, Leinen, Kreidepulver und Schleifpapier zum Einsatz. Beim eigentlichen "Schreiben" der Ikone werden natürliche Materialien wie Pigmentfarben, Eigelb oder Wasser verwendet. Schicht für Schicht ensteht die Ikone, wobei bis zur Fertigstellung durchaus eine Woche vergehen kann. Eine wichtige Regel der Ikonenschreiberei ist, dass die fertigen Werke vom Künstler nicht signiert werden.

Ausstellung bis Ostermontag

Noch bis zum 17. April gewähren Ursula Rahm und Edgar Müller im Haus der Langen Rhön einen Einblick in ihr besonderes Handwerk der Ikonenschreiberei. Außer am Ruhetag Dienstag ist die Ikonenausstellung täglich von 10 bis 16 Uhr anzuschauen.

 

22.03.2017

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Im 1. Stock des Biosphärenzentrums "Haus der Langen Rhön" lädt die Ikonenausstellung zum Innehalten und Staunen ein. (Foto: K. Klug)

Ursula Rahm (vorne) und Edgar Müller (rechts) erzählen bei der Ausstellungseröffnung über ihre Tätigkeit als Ikonenschreiber. (Foto: K. Klug)

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