Biosphärenreservat Rhön - 17.03.2017Biosphärenreservat Rhön

Frühjahrsbote mit großer Ausstrahlung

Es kommt nun wieder die Zeit, in der es durchaus vorkommt, dass einem während eines gemütlichen Waldspaziergangs ein intensiver Knoblauchgeruch in die Nase steigt. Der Duft ist dem sehr beliebten Bärlauch (Allium ursinum) geschuldet, der sich nun wieder seinen Weg in die Freiheit bahnt.

Der Bärlauch findet verschiedenste Anwendungen – ob Pesto, Quark, Butter oder sogar Tee – vieles ist möglich und noch dazu ist der leckere Knoblauch-Ersatz auch sehr gesund. Kein Wunder also, dass er bei Sammlern so beliebt ist.

Allerdings gibt es beim Sammeln das ein oder andere zu beachten: Bezüglich der Menge, die gesammelt werden darf, ist nur eine haushaltsübliche erlaubt, die auch mit einem „Handstrauß“ verglichen wird. Für das Pflücken größerer Mengen, etwa für den gewerblichen Gebrauch, bedarf es entsprechender Genehmigungen.

Vorsicht vor Verwechslung!

Der wichtigste Aspekt beim Pflücken des Bärlauchs ist die verhängnisvolle Verwechslungsgefahr mit dem Maiglöckchen oder dem Aronstab, welche beide stark giftig sind. Daher sollten Sie bei Unsicherheit, ob es sich nun um Maiglöckchen-, Aronstab- oder tatsächlich um Bärlauchblätter handelt, die Pflanze besser stehen lassen. Der Aronstab wächst auch oft mitten unter anderen Bärlauchstauden, hier muss man also besonders aufpassen, dass man nicht aus Versehen ein Einzelblatt mit erwischt. (Hinweis: Wenn Sie vermuten, es könnte eine Vergiftung vorliegen, gibt es sogenannte Giftnotrufzentralen).

Ein weiterer Punkt, den man schon vor dem Sammeln bedenken sollte, ist der Ort. Grundsätzlich ist das Pflücken überall dort erlaubt, wo es sich nicht um ein geschütztes Gebiet handelt. Zu solchen Schutzgebieten gehören beispielsweise die Kernzonen des Biosphärenreservats. Wo Sie diese geschützten Flächen im Biosphärenreservat Rhön finden, können Sie auf unserer interaktiven Karte erfahren.

Am leckersten noch vor der Blüte

Zum Schluss noch ein Tipp: Während der Blüte verändert der Bärlauch seinen Geschmack, er wird intensiver und auch die Blätter werden gröber. Daher ist die beste Zeit der Ernte noch vor der Blüte.
Wir wünschen viel Spaß beim Sammeln und Genießen des leckeren Allrounders!

17.03.2017

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Bärlauch in Blüte (Foto: Uwe Steigemann)

Dass sich die Natur in den Kernzonen ungestört entwickeln kann, ist hier das Sammeln von Bärlauch und grundsätzlich das Entnehmen von Pflanzen nicht erlaubt (Foto: Uwe Steigemann)

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