Gersfeld - 21.02.2017Biosphärenreservat Rhön

Julian Oymanns folgt Bastian Sauer / Engagement für mehr ehrenamtliche Helfer

Das Rotmilanprojekt der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rhön, das von der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats betreut wird, hat seit wenigen Tagen einen neuen Projektleiter. Julian Oymanns folgt Bastian Sauer in diesem wichtigen Amt.

 

Rund 250 Brutpaare und mehr als 170 Ehrenamtliche

Im Herbst 2014 war das Projekt von der ARGE Rhön ins Leben gerufen worden. Bis Ende Januar 2017 betreute Bastian Sauer, der an der Uni Göttingen Biologische Diversität und Ökologie studiert und seine Masterarbeit über die Nahrungsökologie des Rotmilans verfasst hat, das Projekt. Die erste Kartierung von Rotmilanhorsten in der Projektkulisse der ARGE Rhön habe ergeben, dass es rund 250 Brutpaare, also mehr als ursprünglich angenommen, gebe, sagte Sauer in seinem Rückblick. Auch habe sich die Zahl der ehrenamtlichen Helfer inzwischen von 80 auf nunmehr 170 erhöht. Langfristiges Ziel bleibe es, aus der Rhön wieder eine Quell- oder Spenderregion zu machen, um eine weitere Zunahme der Rotmilanpopulation zu ermöglichen.

Nahrungsverfügbarkeit verbessern

Das sieht auch der neue Projektleiter Julian Oymanns, Master in Wildtierökologie und Management, so. „Wir hoffen, dass genau auch in der Rhön in den nächsten Jahren wieder mehr Rotmilanbruterfolge verzeichnet können.“ Auch deshalb sollen in den kommenden Jahren die Kartierung und die Schutzmaßnahmen weiter ausgebaut werden. Zentrales Ziel für die kommenden Jahre ist, gemeinsam mit Landwirten Maßnahmen zu ergreifen, die die Nahrungsverfügbarkeit für die Rotmilane während der Jungenaufzucht verbessern. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen soll die Population von Rotmilanen in der Rhön weiter gefördert werden. Deshalb hofft Oymanns auch auf einen weiteren Zuwachs an ehrenamtlichen Helfern.

6 Jahre, 900 000 € und 4 900 km²

Das Artenhilfsprojekt „Rotmilan in der Rhön“ ist Teil des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und der Biodiversitätsstrategie der Bundesrepublik Deutschland. Es wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Für die Gesamtlaufzeit des Projekts von 2014 bis 2020 stehen rund 900.000€ zur Verfügung. Die Gebietskulisse erstreckt sich mit rund 4.900 km² über die Flächen der Landkreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Fulda sowie die westlich der Werra gelegenen Teile der Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis.

21.02.2017

Zurück zur News-Übersicht

Foto: Carsten Kallenbach - li. Bastian Sauer - re. Julian Oymanns

Foto: Carsten Kallenbach

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren