Wollbach - 13.02.2017Biosphärenreservat Rhön

Kommunen im Portrait: Gemeinde Wollbach (Unterfranken) im Erweiterungsgebiet

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung und genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen mit 58.113 Hektar dazu.

Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in UNESCO-Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.


Wir möchten an dieser Stelle die Gemeinde Wollbach (Unterfranken) vorstellen:


Drei Fragen an Thomas Bruckmüller, Erster Bürgermeister seit Mai 2014


Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern“ oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Bruckmüller: Ich selbst (damals noch Gemeinderat) war selbstverständlich für die Erweiterung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, lagen Teile des Gemeindegebietes sowieso im Bereich des damaligen „Naturpark Bayerische Rhön“.
Durch die Erweiterung des Gebietes konnte man die Idee des Biosphärenreservates breiter in der Bevölkerung kommunizieren – die Akzeptanz wurde größer – der Name „Reservat“ verlor etwas vom Image eines „geschlossenen Schutzgebietes“ für Ureinwohner.


Was verspricht sich Ihre Kommune vom UNESCO-Biosphärenreservat Rhön? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft? Und wie waren die Erfahrungen der ersten zwei Jahre?

Bruckmüller: Da sich Wollbach am Rande des Gebietes befindet und sogenannte „Entwicklungszone“ ist, sind die Auswirkungen für unsere Kommune in der Öffentlichkeit nicht sehr stark zu spüren. Der größte Gewinn aus kommunaler Sicht ist das Leitbild und das überregionale, sogar länderübergreifende Netzwerk.


Worin besteht die „Mitgift“ Ihrer Kommune? Warum ist es für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ein Gewinn, dass nun auch Ihre Gemeinde dabei ist?

Bruckmüller: Wollbach sieht sich als Bindeglied zwischen dem Naturraum in Richtung Rhön und dem industriellen und städtischen Bad Neustadt. Der Berufsverkehr in Richtung Bad Neustadt und Autobahn und der Freizeitverkehr in Richtung Rhön und Besengau tangiert Wollbach auf der Umgehungsstraße – wir sind, wenn man so will das „Eingangstor“ in die Biosphäre.
Kernzonen existieren in Wollbach nicht, da fast die gesamte Flur landwirtschaftlich genutzt wird und nur relativ wenige Waldflächen vorhanden sind.

 

Weitere Gemeinde- und Stadtportraits:

Aura a. d. Saale, Bad Bocklet, Bad Kissingen, Bad Neustadt a. d. Saale, Bastheim, Burglauer, Elfershausen, Euerdorf, Fuchsstadt, Hammelburg, Hohenroth, Mellrichstadt, Niederlauer, Oberthulba, Schondra, Wartmannsroth, Zeitlofs

 

13.02.2017

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Die katholische Pfarrkirche St. Bonifatius in Wollbach

Erster Bürgermeister der Gemeinde Wollbach, Thomas Bruckmüller

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