Oberelsbach - 12.01.2017Biosphärenreservat Rhön

EU-Programm LEADER in Bayern: Projekt Mountainbike Rhön - Teil I

Mountainbikekonzept für die Bayerische Rhön mit Vorland soll im Herbst 2017 abgeschlossen sein.

Der Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e. V. hat im April 2016 im Rahmen o. g. EU-Programmes LEADER das Leipziger Beratungsunternehmen absolutGPS beauftragt, ein Mountainbike-Konzept für die Bayerische Rhön mit Vorland zu erarbeiten.

Das LEADER-Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert wird. Das Projekt soll bis Herbst 2017 abgeschlossen werden.

Ziel des Projektvorhabens ist u. a. die nachhaltige Inwertsetzung der naturräumlichen Gegebenheiten in der Rhön für die Trendsportart Mountainbiking. Hierbei ist die weitere Etablierung des Mountainbikings insbesondere im Zusammenhang bei der Schulsportausbildung von besonderer Bedeutung. Rund 10% der 120 in ganz Bayern gelisteten Bikepool-Schulen befinden sich in der bayerischen Rhön in den beiden Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld.
Auch gilt es ein attraktives Angebot an Mountainbikestrecken in der Rhön weiter zu etablieren unter der Zielsetzung eines nachhaltigen Tourismus im UNESCO Biosphärenreservat Rhön.

Was soll mit diesem Konzept bewegt werden?

Mountainbiken ist eine der positiven Trendsportarten, die in jedem Fall Beachtung verdienen. Aber wie vereinbaren sich Schutz der Natur und diese Sportart? Die Rhön ist als Mittelgebirge ein geeigneter Ort, um anspruchsvolle und auf hohem Niveau Touren auszuzeichnen, die den heutigen Ansprüchen der Mountainbiker entsprechen.
Es gibt bewegte Höhenreliefs mit bis zu 500m Höhenunterschied, 1300 km Radwege in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, darunter 600 km Mountainbikradwege.
Seit 2004 wurde allerdings in dieses Projekt nicht mehr investiert. Deshalb ist es an der Zeit das Projekt weiterzuentwickeln. Hierbei geht es um mediale Darstellungen und Navigation von Wegen und lohnenden Zielen in der Rhön.

Grundprinzipien:

  • vorhandene geeignete Wege zu nutzen die aus Wanderwegen,  Forstwegen, Loipen und Pfaden bestehen
  • Neuanlage von Wegen gibt es nur in Ausnahmefällen und nur wenn es seitens Forst-und Naturschutzverwaltung vertretbar ist sowie ein Lückenschluss erfolgen soll
  • keine Errichtung von künstlichen Wellen, Kurven oder Hindernissen
  • die Länge der Wege soll zwischen 25 und 50 km betragen (Asphaltanteil hierbei unter 10 Prozent)
  • Einstiegspunkte an geeigneten Parkplätzen sollen vorhanden sein
  • geologische, botanische, natur- und kulturkundliche Besonderheiten sollen berücksichtigt werden

Die Jugendlichen an den Sport heranführen...

Ein weiteres wichtiges Ziel ist es der heranwachsenden Generation Möglichkeiten zu bieten, Sport und Bewegung mit Heimatgefühl und Verbundenheit mit der Natur zu verbinden.
In den sogenannten „Bikepool-Schulen“ erfolgt über den Schulsport hinaus, in Hinsicht auf die gesundheitsorientierte und sportliche Betätigung, eine frühzeitige Heranführung der Schülerinnen und Schüler an die landschaftlichen Besonderheiten der Rhön mit dem Ziel regionaler Identitätsbildung, Stärkung des „Heimatgefühls“ und Förderung sozialer Kompetenzen und Verantwortungsgefühl.

12.01.2017

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Radfahrer am Kreuzberg (Foto: Tourismus GmbH)

Geotop Lindenstumpf als geologisches Ziel (Foto: Claus Schenk)

Wer aufmerksam ist, sieht am Wegesrand die botanischen Besonderheiten (Foto: Antje Schwanke)

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