Kernzonen bayer. Rhön - 27.01.2017Biosphärenreservat Rhön

850 schwarze Eulen auf gelbem Grund

Neue Schilder für die bayerischen Kernzonen des UNESCO-Biosphärenreservats

Im Zuge der Erweiterung des bayerischen Teils des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön vor zwei Jahren wurden in Unterfranken neue Kernzonen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das wird sich langfristig als Gewinn für die Umwelt erweisen. Um Wanderer und Spaziergänger darauf hinzuweisen, dass sie eine Kernzone betreten, werden derzeit überall im bayerischen Teil der Rhön neue Schilder aufgestellt. Erstmals kommt dabei das bereits in Thüringen und Hessen etablierte Motiv der Eule zum Einsatz.

„Die Kernzonen des UNESCO-Biosphärenreservats stehen unter besonderem Schutz. Besucher sollen sich angemessen verhalten. Dazu müssen sie aber auch erkennen können, dass sie eine Kernzone betreten“, erläutert Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Deshalb werden in den nächsten Wochen und Monaten an allen Wegen, die in Kernzonen führen, neue einheitliche Schilder aufgestellt. Darauf wird u. a. darum gebeten, immer auf den Wegen zu bleiben und auf die Anleinpflicht für Hunde hingewiesen. Dass die Beschilderung auch der Sicherheit der Wanderer und Besucher dient, unterstreicht Dr. Tobias Gerlach von der Bayerischen Verwaltungsstelle.

Freistaat Bayern lässt Eulenschild als amtliche Kennzeichnung der Kernzone zu

Die Aktion hat zwei Besonderheiten. Das nun verwendete, bereits aus Thüringen und Hessen bekannte markante Eulen-Emblem war bislang in Bayern amtlich gar nicht zugelassen. „Da aber etliche Kernzonen länderübergreifend angelegt sind, empfahl sich eine Vereinheitlichung“, sagt Geier. „So hat der Freistaat Bayern das Eulenschild nun förmlich zur amtlichen Kennzeichnung zugelassen– allerdings ausschließlich für die Rhön."

Spezialgerät statt Beton

Eine zweite Besonderheit ist das Verfahren, mit dem die immerhin rund 850 identischen Schilder aufgestellt werden. Statt die Pfosten wie früher einzubetonieren, wird mit einem Spezialgerät ein 80 cm langer Metalldübel in den Boden gebohrt. Anschließend muss der Pfosten mit den vormontierten Schildern nur noch in den Dübel gesteckt und verschraubt werden. Vorteil: Sollte das Schild einmal im Weg sein (etwa bei einer Holzabfuhr), lässt sich der Pfosten samt Schild mit wenigen Handgriffen wieder entfernen.

Zwei Dutzend der neuen Schilder stehen auf kommunalem Boden der Stadt Fladungen. Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten begrüßt die Aktion. „Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist ein Alleinstellungsmerkmal und hat für Fladungen hohen Stellenwert, insbesondere für den Fremdenverkehr. Wir sind stolz darauf, Flächen für neue Kernzonen eingebracht zu haben. Aus unserer Sicht geben die neuen Eulenschilder positive Signale.“

Produziert und aufgestellt werden die 850 Schilder übrigens von einem heimischen Unternehmen: der Firma Ortner Verkehrs- & Werbetechnik GmbH aus Niederlauer.

27.01.2017

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Eines der neuen Hinweisschilder der Kernzonen auf bayerischer Seite des UNESCO-Biosphärenreservats (Foto: U. Steigemann, Bayerische Verwaltungsstelle BR Rhön)

Winter in der Kernzone Schornhecke (Foto: U. Steigemann, Bayerische Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön)

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