Biosphärenreservat Rhön - 16.11.2016Biosphärenreservat Rhön

Gespräche zum dritten bayerischen Nationalpark haben begonnen

Neben den zwei bestehenden Nationalparks - Bayerischer Wald und Berchtesgaden - soll es nun einen dritten für Bayern geben. Im Gespräch sind u.a. der Spessart und auch die Rhön. Das Prädikat "Nationalpark" ist die höchste Auszeichnung für einen Naturraum, wodurch auch wirtschaftliche, touristische und infrastrukturelle Aspekte der Region positiv beeinflusst werden. Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf setzt beim Projekt "NP3" auf einen bürgernahen Prozess: "Eine Entscheidung wird erst am Ende eines ausführlichen Dialogprozesses getroffen." Weitere Informationen rund um das Thema finden Sie auf einer eigens eingerichteten Informationswebsite.


Fokus auf Akzeptanz der Bürger

Umweltministerin Scharf möchte mit der Ausweisung eines dritten Nationalparks in Bayern "ein Ausrufezeichen beim Naturschutz setzen".  Sie legt großen Wert darauf, dass das Projekt "Nationalpark 3" ein Anliegen der Bürger wird und kein politisches Projekt aus München. Denn ohne die Akzeptanz der Bürger vor Ort sei kein Naturschutz möglich.

So steht für Scharf fest: "Wir können dieses historische Projekt nur gemeinsam mit den Regionen Wirklichkeit werden lassen". Daher stehen zunächst Gespräche mit den politischen Vertretern erster Regionen an, die grundsätzlich für einen Nationalpark geeignet wären.

Ein Gespräch mit politisch Verantwortlichen der Rhön hat bereits stattgefunden, auch ein Folgegespräch ist für Anfang 2017 vereinbart.  Noch im November ist ein Gespräch mit Vertretern aus dem Spessart geplant. Weitere Gespräche folgen - die erste Gesprächsrunde soll bis Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.

Kriterien zur Identifizierung eines Nationalparks

Die Auswahl geeigneter Regionen stellt einen aufwändigen Prozess dar, bei dem es folgende Kriterien bezüglich der Region zu beachten gilt:

  • Größe des Gebiets
  • seine naturschutzfachliche Bedeutung
  • der Anteil an staatlichen Waldflächen
  • der Grad der Naturnähe
  • die Eignung des Gebiets, den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten

Neue Homepage freigeschaltet

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat eigens für das Projekt "NP3" eine Homepage freigeschaltet, auf der Sie neben Informationen zu Grundlagen und Voraussetzungen eines Nationalparks, auch Fakten rund um die bestehenden beiden Nationalparks in Bayern finden.

Auch der Bayerische Rundfunk hat ausführliche Informationen und Meinungen hier für Sie aufbereitet!

 

16.11.2016

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Liederbach in der Rhön (Foto: Bayerische Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön)

Europäische Wildkatze in der Rhön (Felis silvestris) (Foto: U. Schade; Bayerische Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön)

Der Basaltbruch am Lindenstumpf im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön (Foto: C. Schenk; Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e. V.)

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