Niederlauer - 11.11.2016Biosphärenreservat Rhön

Kommunen im Portrait: Gemeinde Niederlauer (Unterfranken) im Erweiterungsgebiet

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung und genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen mit 58.113 Hektar dazu.

Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in UNESCO-Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.

Wir möchten an dieser Stelle die Gemeinde Niederlauer (Unterfranken) vorstellen:

 

Drei Fragen an Richard Knaier,
Erster Bürgermeister seit 1995

Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern“ oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Knaier: Die Ziele, die im UNESCO-Biosphärenreservat angestrebt werden, aber auch die Chancen, die sich daraus ergeben, erschließen sich nicht jedem, der sich noch nicht mit der Thematik befasst hat, immer sofort und auf den ersten Blick. Folglich war hier schon Überzeugungsarbeit notwendig. Aber letztendlich konnten die Gremien mit den positiven Argumenten des Biosphärenreservats Rhön, die sicherlich nicht kurzfristig zum Ausdruck kommen, überzeugt werden.


Was verspricht sich Ihre Kommune vom UNESCO-Biosphärenreservat? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft? Und wie waren die Erfahrungen der ersten zwei Jahre?

Knaier: Ziel muss es sein, breiten Bevölkerungsschichten die Ziele des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und die damit verbunden Vorteile nahezubringen. Nämlich die Entwicklung des Lebens- und Erholungsraumes Natur – unter Einbeziehung wirtschaftlicher Interessen, ohne dass eine gegenseitige Beeinträchtigung erfolgt. Obwohl der Prozess schon lange im Gange ist, ist noch viel in der Bewusstseinsbildung zu tun, sodass noch nicht von großen Erfahrungen berichtet werden kann.


Worin besteht die „Mitgift“ Ihrer Kommune? Was bringen Sie ein? Warum ist es für das UNESCO-Biosphärenreservat ein Gewinn, dass nun auch Ihre Gemeinde dabei ist?

Knaier: Die Gemeinde Niederlauer hat ca. 4 ha Gemeindewald in die Kernzone mit eingebracht. Wir gehen langfristig davon aus, dass der Begriff „UNESCO-Biosphärenreservat“ zu einem Markenzeichen wird, welches das positive Image von Niederlauer als attraktivem Wohnort mit zahlreichen Arbeitsplätzen in der wunderschönen Natur des Saaletales verstärken wird.

Weitere Gemeinde- und Stadtportraits:

Aura a. d. Saale, Bad Bocklet, Bad Kissingen, Bad Neustadt a. d. Saale, Bastheim, Burglauer, Elfershausen, Euerdorf, Hammelburg, Mellrichstadt, Oberthulba, Schondra, Wartmannsroth, Zeitlofs

11.11.2016

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"Madonna in blauem Tor" in Niederlauer von Künstler Jimmy Fell aus Niederlauer

Erster Bürgermeister Richard Knaier der Gemeinde Niederlauer im Erweiterungsgebiet des Biosphärenreservats

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