Wildflecken /Oberbach - 02.09.2016Trägervereine & Partner

DenkMal im Wald - Neue Ausstellung im Haus der Schwarzen Berge

Bayern ist geprägt durch die innige Verbindung von Kultur und Natur.

An der Nahtstelle steht der Wald. Dort finden sich einzigartige Kulturgüter wie z.B. vorgeschichtliche Grabhügel, mittelalterliche Schanzanlagen, Fundamente alter Glashütten oder längst aufgegebene Kohlemeilerplätze.

Diese Denkmäler existieren seit Jahrhunderten, manche sogar seit Jahrtausenden. Sie gehören zum Charakter und zur Geschichte einer Landschaft und wirken dadurch identitätsstiftend für eine Region. Sie sind aber sehr empfindlich und bei Verlust oder Beschädigung unwiederbringlich zerstört oder nicht wieder herstellbar.

Der Wald hat eine wichtige konservierende Wirkung.

Über viele Baumgenerationen hinweg hat er Dinge dauerhaft und in einmaliger Vielfalt erhalten. In der freien Landschaft sind die Denkmäler durch Überbauen, Pflügen oder Erosion nur noch schwer wahrzunehmen. Im Wald sind die dagegen frei zugänglich und können am originalen Ort besichtigt, begangen und erlebt werden. So werden dreitausend Jahre alte Grabhügel, der Limes aus der Römerzeit und mittelalterliche Waldgewerbe auf völlig autentische Weise erfahrbar.

Zukunft braucht Herkunft

"Zukunft braucht Herkunft" hat der Philosoph Odo Marquard gesagt, Moderne Menschen suchen nach Wurzeln, fragen nach dem Woher. Nur Menschen, die sich des Reichtums am Kultur und Natur in der eigenen Heimat bewusst sind, übernehmen Verantwortung für die Erhaltung und Gestaltung ihres Lebensraumes. Kultur und Natur geben Identität und Orientierung - dies ist Voraussetzung für nachhaltiges Handeln.

Text der Einführungstafel der Ausstellung "DenkMal im Wald"
Diese Ausstellung wurde unterstützt von der Bayerischen Forstverwaltung, den Bayerischen Staatsforsten AöR sowie dem Museum Mensch und Natur , München

Die Ausstellung ist im Infozentrum Haus der Schwarzen Berge bis zum 21.11.2015 und ist eine Veranstaltung im Rahmen der 25 Jahre Biosphärenreservat Rhön.

 

 

02.09.2016

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Foto: Antje Schwanke

Foto: Claus Schenk

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