Oberelsbach - 24.08.2016Biosphärenreservat Rhön

SOS Kinderdorf setzt erneut ein Zeichen für nachhaltige Entwicklung in der Rhön

Mitte August besuchte eine Gruppe des SOS Kinderdorfs Hohenroth bei Rieneck im Spessart das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Schon seit 27 Jahren begrüßt die bayerische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats die Gruppe in der Rhön, zu Beginn alle zwei Jahre, seit einigen Jahren jährlich.

Das SOS Kinderdorf unterstützt wie jedes Jahr während ihres Besuchs Landschaftspflegemaßnahmen in der Region. Auch heuer waren die zehn ehrenamtlichen Helfer mit Begeisterung dabei. Der älteste Teilnehmer ist bereits 73 Jahre alt und packt immer noch fleißig mit an. Betreut und begleitet wird die Gruppe der Dorfgemeinschaft von Wolfgang Küber, dem Bürgermeister von Rieneck, und dessen Frau.

 

Dieses Jahr wurde eine Fläche im Eigentum der Gemeinde Oberelsbach „in Angriff genommen“. Entlang eines Weges am Dünsberg sollten Bäume und Sträucher gelichtet werden. Damit dies optimal gelingt, traf Gemeindeförster Matthias Schlund im Vorfeld Vorbereitungen und markierte die Bäume, die entfernt werden sollten.

 

Zum Verrichten der Arbeit wurden die Besucher in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Teilgruppe holzte aus, die andere transportierte mithilfe des Rückepferds „Igor“ (Belgisches Kaltblut) die Baumstämme ab. Das entnommene Holz kann nun von der Gemeinde Oberelsbach verwertet werden.

 

Im Geländer angeleitet und unterstützt wurde die Gruppe wieder von Uwe Steigemann, einer der Naturschutzwarte der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats, der jedes Jahr wieder begeistert feststellt: „Die Arbeit der Besucher aus Hohenroth stellt einen wertvollen Beitrag zur ökologischen Entwicklung der Rhön dar!“

 

Dieses Mal wurde durch das Ausholzen der Fläche der Lebensraum für verschiedene, teils gefährdete Insekten- und Pflanzenarten, wie beispielsweise den Streifen-Bläuling (Polyommatus damon), geöffnet und damit ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Rhön geleistet.

 

Als kleines Dankeschön für die wertvolle ehrenamtliche Arbeit erhält die Gruppe dieses Jahr von Seiten der Gemeinde Oberelsbach eine Brotzeit gestellt. Die Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats bedankte sich ebenfalls und spendierte ein Modul des Bildungsprogramms der Umweltbildungsstätte Oberelsbach, an dem die Gruppe an ihrem letzten Tag in der Rhön begeistert teilnahm. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit hier derart wertgeschätzt wird“, so Bürgermeister Küber, „da fällt die Entscheidung leicht, Jahr für Jahr wieder in die Rhön zu kommen!“

Da bleibt nur noch zu sagen: „Dankeschön und auf Wiedersehen im nächsten Jahr!“

24.08.2016

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Der freizulegende Forstabschnitt zu Beginn der Pflegemaßnahme. (Bild: Steigemann/ BR Rhön)

Die Lichtung des Forstabschnitts nach etwa vier Arbeitstagen. (Bild: Steigemann/ BR Rhön)

Die Arbeitsgruppe des SOS Kinderdorfs Hohenroth mit Bürgermeister Herr Küber (links), Herr Steigemann (mittig) und Frau Küber (links). (Foto: BR Rhön)

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