Gersfeld - 20.04.2016Biosphärenreservat Rhön

Ausstellung "Rassige Raritäten" im Groenhoff-Haus

Das Biosphärenreservat Rhön präsentiert im April die Fotoausstellung „Rassige Raritäten – Alte Haus- und Nutztierrassen der Rhön“. Auf Foto-Leinwand präsentieren sich typische alte, und häufig auch selten gewordene Haustierrassen und ihre Züchter. Die Fotos stammen von dem Naturfotografen Jürgen Holzhausen.

Gezeigt werden beeindruckende Fotos, z. B. von Rhönschaf und Coburger Fuchsschaf, der Thüringer Wald Ziege und der Frankenziege, dem Rheinisch-Deutschen Kaltblut, dem Gelben Frankenvieh und dem Roten Höhenvieh, dem Altdeutschen Hütehund und dem Rhönkaninchen.
Jürgen Holzhausen, der selbst Fränkische Landgänse hält, ist es wichtig, dass die Kenntnis um die alten Rassen nicht in Vergessenheit gerät. Der Schutz beispielsweise der alten Landschafrassen ist auch ein Schutz von Genressourcen, birgt kulinarischen Reichtum und erhält einen Teil unseres kulturellen Erbes.
Martin Kremer vom Biosphärenreservat verweist darauf, dass nicht nur viele wild lebende Tier- und Pflanzenarten, sondern auch viele Nutztierrasen und alten Kulturpflanzen akut vom Aussterben bedroht sind. Dabei gilt aber auch hier, dass es sich wirtschaftlich rechnen muss. „Schutz durch Nutzung“ lautet die Devise. Langfristig, so sind Holzhausen und Kremer überzeugt, wird die Erhaltung der alten Rassen nur gelingen, wenn auch der Verbraucher ein entsprechendes Bewusstsein entwickelt und höhere Preise akzeptiert.
Passend zur Ausstellung wurde eine hochwertige, 32seitige Broschüre erarbeitet, die sowohl Informationen zu den Rassen wie auch zu den Züchtern enthält und die gastronomischen Betriebe nennt, die Spezialitäten von seltenen Nutztierrassen auf ihrer Speisekarte führen. Genannt werden auch Regionalläden wie der „Rhöner Durchblick“, der sich unmittelbar an die Ausstellung im Groenhoff-Haus anschließt und entsprechende Produkte führt. Die Broschüre liegt in der Ausstellung aus.
Die Ausstellung ist täglich geöffnet.

Montag von 8.00 bis 16.00 Uhr
Dienstag bis Sonntag täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Der Besuch ist kostenfrei.

20.04.2016

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Bild: Mirjam Claasen

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