Burglauer - 26.02.2016Biosphärenreservat Rhön

Kommunen im Portrait: Burglauer im Erweiterungsgebiet

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung und genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen mit 58.113 Hektar dazu.

Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in UNESCO-Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.

 

Wir möchten an dieser Stelle die Gemeinde Burglauer vorstellen:

Drei Fragen an Kurt Back, Bürgermeister seit dem 1. Mai 2002

Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern“ oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Back: Als die Frage der Zugehörigkeit zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zur Diskussion stand, haben wir im Gemeinderat in mehreren Sitzungen und Gesprächen das Für und Wider intensiv diskutiert.

Wir waren uns eigentlich schnell einig, dass wir zum positiven Ansehen und dem touristischen Nutzen, die das Biosphärenreservat genießt und die auch zur Entwicklung in der Region Rhön beitragen, unseren Beitrag leisten wollten.

Es war aber keine einfache Entscheidung, freiwillig Gemeindewald abzutreten. Die Bereitstellung der Kernzonen mit ihren Nutzungsbeschränkungen ist für unsere Gemeinde, die ihren Waldbesitz wirtschaftlich nutzen muss, durchaus mit Einschränkungen verbunden.

 

Was verspricht sich Ihre Kommune vom Biosphärenreservat? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft?

Back: Durch das Prädikat UNESCO-Biosphärenreservat wird die ganze Region Rhön gestärkt. Als Vorteile für unsere Gemeinde sehe ich den Erhalt des vorhandenen Waldbestandes und der Ökosysteme. Ich denke, für Erwartungen an die Zukunft ist es noch zu früh. Ich hoffe, dass die gezeigte Solidarität der Kommunen anhält und die ganze Region an Bekanntheit gewinnt.

 

Was bringt Ihre Kommune ins UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ein?

Back: Die Gemeinde hat 7,34 ha Waldfläche als Kernzone eingebracht und den Forstbetriebsplan den erforderlichen Regularien angepasst. Den Gewinn für das Biosphärenreservat sehe ich darin, dass wir einen Beitrag zum komplexen Projekt UNESCO-Biosphärenreservat geleistet haben, einem von weltweit 631 Biosphärenreservaten in 119 Ländern.

 


Weitere Gemeinde- und Stadtportraits:

Aura a. d. Saale, Bad Bocklet, Bad Kissingen, Bad Neustadt a. d. Saale, Bastheim, Elfershausen, Hammelburg, Mellrichstadt, Oberthulba, Zeitlofs

 

 

26.02.2016

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Gemeindebild Burglauer mit Kirche

Bürgermeister Kurt Back der Gemeinde Burglauer seit Mai 2002

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