Fulda - 23.11.2015Biosphärenreservat Rhön

Ausstellungseröffnung „Der Verlust der Nacht“ im Kundenzentrum der RhönEnergie Fulda

Die Nacht braucht Schutz – das ist die Quintessenz einer kostenfreien Ausstellung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön im Kundenzentrum der RhönEnergie Fulda in der Bahnhofstraße, die noch bis Ende Februar dort zu besichtigen ist. Infotafeln und Exponate machen eindringlich deutlich, warum die natürliche Dunkelheit wichtig ist, wodurch sie gefährdet wird und wie man dem entgegenwirken kann.

Bei der Eröffnung der Ausstellung betonte der Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda, Martin Heun, die Sensibilität seines Unternehmens hinsichtlich der öffentlichen Beleuchtung. Den Zielen des Sternenparks Rhön stehe man sehr aufgeschlossen gegenüber.

Auch Dr. Andreas Hänel, Sprecher der Fachgruppe Dark Sky der Vereinigung der Sternfreunde e.V. und Preisträger der diesjährigen Grünen Palme von GEO, unterstrich, dass Menschen, Tiere und Pflanzen eine dunkle Nacht brauchen und die Menschen bewusster mit künstlichem Licht umgehen müssten. Die RhönEnergie Fulda sei in dieser Hinsicht deutschlandweit ein Vorbild.

In ähnlichem Sinne äußerte sich auch Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. "Das Biosphärenreservat und der Sternenpark ergänzen sich ideal, wobei der Sternenpark die bislang wenig beachteten Anliegen der Nacht in den Fokus gerückt habe."

In der RhönEnergie Fulda, so Raab, habe man einen „ganz tollen Partner“ gefunden. Dies zeige sich auch daran, dass es gemeinsam gelungen sei, auf der Wasserkuppe ein modellhaftes System naturverträglicher öffentlicher Beleuchtung zu installieren. Einige der dort eingesetzten „sternenparktauglichen“ Leuchten sind in der Ausstellung im live-Betrieb zu sehen.

Verschiedenste Elemente der Nacht vermittelt

Die Ausstellung „Der Verlust der Nacht“ wurde vom renommierten interdisziplinären Forschungsverbund Leibniz entwickelt.

Hintergrund ist die Ausrufung des Jahres 2015 zum Internationalen Jahr des Lichts durch die UNESCO. Dadurch soll „an die Bedeutung von Licht als elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen und daher auch als zentraler Bestandteil von Wissenschaft und Kultur“ erinnert werden.

Diesen UNESCO-Auftrag greift die Ausstellung auf. Sie erzählt

  • die Geschichte der künstlichen Beleuchtung,
  • nennt spannende Fakten rund um das Thema Licht als Zeitgeber und
  • wie künstliche Beleuchtung die Ökologie beeinflusst.

Aber auch die gesundheitlichen Auswirkungen des Lichts auf den Menschen werden vermittelt. Die Ausstellung läuft noch bis Ende Februar 2016 und ist an Werktagen kostenfrei zugänglich.

Im Rahmen der Eröffnung hielt Dr. Reiner Zerzawy einen Vortrag über die frühzeitliche Sternenkunde unter dem Titel „Was die Menschen am Himmel sahen“, eine Reise zu den Anfängen der Sternenkunde mit einem Ausblick auf den Wintersternenhimmel. Der mit viel Beifall bedachte Vortrag machte deutlich: Wenn man auch in Zukunft noch die Faszination des Sternenhimmels erleben will, muss das Problem der Lichtverschmutzung eingedämmt werden. Der Schutz der Nacht ist damit in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Aufgabe.

Weiterer Vortrag geplant

Ein weiterer Vortrag im Rahmen der Ausstellung findet am 25.11.2015 um 18 Uhr im Infozentrum der RhönEnergie Fulda in der Frankfurter Straße 6, 36043 Fulda, statt.

Michael Passarge vom Sonnenobservatorium Bad Salzschlirf wird über „Technik im Weltall – Wie wir mit Ingenieurkunst einen Kometen eroberten“ berichten und einen Blick auf den aktuellen Sternenhimmel werfen.

23.11.2015

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Viel Wissenswertes: Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank (Mitte) mit interessierten Besuchern beim Rundgang durch die Ausstellung im Kundenzentrum der RhönEnergie Fulda. Im Hintergrund einige von der RhönEnergie Fulda eingesetzte, besonders umweltfreundliche Leuchten mit warmer Lichtfarbe.

Sternenhimmel in der Rhön (Foto: W. Klug)

Experten und Gastgeber: (von links) Referent Dr. Reiner Zerzawy, Dr. Andreas Hänel (Sprecher der Fachgruppe Dark Sky der Vereinigung der Sternfreunde e.V.), Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank, Torsten Raab (Leiter d. Hess. Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön) und Martin Heun (Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda GmbH)

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