Nahrung für den „Geier“ der Rhön

Bei der Nahrungssuche ist der Rotmilan nicht wählerisch. Auf dem Speiseplan stehen an erster Stelle Mäuse, gelegentlich auch Maulwürfe. Auch Vögel, meist bis Amselgröße, werden von ihm gejagt. Im zeitigen Frühjahr, wenn die Äcker noch unbestellt sind, können Regenwürmer 30 % seiner Nahrung ausmachen. Sehr gerne sucht er nach Aas, z.B. von an Straßen verendeten Tieren. Als Nahrungsopportunist verschmäht er aber auch Insekten, Fische, Amphibien und Reptilien nicht.

Je nach Nahrungsangebot im Umfeld seines Neststandorts unterscheidet sich von Revier zu Revier die Beute des Rotmilans. Trotz seiner beachtlichen Größe ist er kaum in der Lage, wesentlich größere Beutetiere wie Mäuse zu schlagen. Als der Feldhamster und auch Wildkaninchen noch weit verbreitet war, gehörten diese zu seiner bevorzugten Beute.

Bei der Grünlandmahd und beim Pflügen der Äcker sind rasch mehrere Rotmilane zur Stelle. Sie wissen, dass bei diesen landwirtschaftlichen Tätigkeiten oft etwas für sie abfällt. Kleintiere werden vom Mähwerk getötet, Mäuse flüchten vor dem Pflug. Manchmal können sich auch größere Tiere nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen und werden von den Mähmaschinen getötet. Dies bedeutet reichlich Nahrung für den stets hungrigen Rotmilan-Nachwuchs.

Rotmilan auf der Nahrungssuche. Gerne nimmt er im Strassenverkehr verendete Tiere als Futter

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