Lebensraum Hecke

Vom Menschen als Begrenzung von Feldern und Weiden angelegte "lebende Zäune" geben der Landschaft ein Muster. Hecken sind Lebenslinien und bieten Schutz. Tiere finden hier Nahrung, Brut- und Rückzugsräume. Hecken und Feldgehölze halten den Wind auf und stabilisieren den Boden.

In regelmäßigen Abständen werden Sie zurückgeschnitten (auf den Stock gesetzt). Das dabei anfallende Holz kann verbrannt oder für Zaunpfosten und Werkzeuge, aber auch für Ruten zum Körbe flechten verwandt werden.

In Hecken leben viele Tierarten, die Rückzugsraum von der Feldbestellung benötigen bzw. Deckung von Feinden brauchen. Dies sind z. B. Reh, Feldhase, Fuchs, Wiesel, Igel, Feldspitzmaus, Blindschleiche, Erdkröte, Mönchsgrasmücke, Neuntöter, Zauneidechse, Grasfrosch sowie Widlbienen, Hummeln, Laufkäfer, Schmetterlinge, Heuschrecken, Fliegen und eine Vielzahl von Insekten. Weidetiere suchen an Hecken Schutz vor Wind, Sicht, Lärm und vor allem Sonne.

Für die Erhaltung der ökologischen Funktion, müssen Hecken regelmäßig zurückgeschnitten werden. Dadurch kann ein Auskahlen von unten und ein Überwachsen mit hohen Bäumen verhindert werden. Im Idealfall werden durch eine kontinuierliche Wasserverdunstung Fröste und Hitze abgemildert und Bodenrutschungen sowie Humusausträge verhindert.

 

Wo können Sie das in der Rhön entdecken?

Vor allem im bayerischen Teil der Rhön wurden die vorkommenden Heckenlandschaften seit jeher gerne als „lebende Umzäunungen“ von den Menschen genutzt. Sehenswerte Beispiele finden sich bei Bischofsheim v. d. Rhön, am Löserhag (NSG Schwarze Berge), am Melpertser Rasenberg, Ehrengrund (Gersfeld) und am Thüringischen Rhönhäuschen/Eisenacher Haus bei Frankenheim.

 

Weitere Lebensräume im Biosphärenreservat:

Acker,   Gewässer,   Grünland,    Felsen und Blockhalden,
Moore und Sümpfe,    Streuobstwiese,
Stadt und Ortschaft,    Wald,    Weinberg und Weinbau

 

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