2004 - Integrierte Ländliche Regionalentwicklung und Kulturlandschaftspflege

 

Bibliothek 2387
Verfasser Bröckling, Frank
Titel Integrierte Ländliche Regionalentwicklung und Kulturlandschaftspflege – Beiträge regionaler Planungsinstrumente zur Kulturlandschaftspflege
Umfang 199 S. + Anhang 8 S.
Reihe Dissertation
Hochschule Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Studiengang Geowissenschaften
Lehrstuhl/Betreuer Prof. Dr. Jens Leker
Jahr 2004
Zielsetzung
  • Untersuchung von Planungsinstrumente einer integrierten ländlichen Regionalentwicklung, die aufgrund ihrer Flexibilität und ihres querschnittorientierten Ansatzes prinzipiell in der Lage scheinen, kulturlandschaftspflegerische Fragestellungen zu integrieren, inwieweit sie diesen Anforderungen gerecht werden.
  • Handlungshinweise, wie diese Beiträge optimiert bzw. strukturiert in derartige Planungsverfahren Eingang finden können.
Inhalt
  • Einführung Aktuelle Anforderungen an ländliche Entwicklung: Regionsbegriff; Ländlicher Raum; Kulturlandschaft
  • Handlungs- und Planungsansätze integrierter ländlicher Regionalentwicklung: Planungsinstrumentarium mit Ursprung in der Raumordnung; Planungsinstrumentarium mit Ursprung in der naturschutzfachlichen Planung; Planungsinstrumentarium mit Ursprung in der Agrarstrukturverbesserung
  • Methodik zur Evaluation des kulturlandschaftspflegerischen Beitrags: Auswahl und Untersuchung der Fallbeispiele; Erfassung der regionalen Kulturlandschaft; Expertenbefragung; Ergebnisaufarbeitung
  • Fallbeispiele Naturpark Westhavelland, Obergrafschafter Vechtetal; Biosphärenreservat Rhön: Kurzvorstellung; Untersuchung hinsichtlich ihres Beitrags zur Kulturlandschaftspflege
  • Beiträge integrierter ländlicher Regionalentwicklung zur Kulturlandschaftspflege
Ergebnisse

Beiträge integrierter Planungsinstrumente zur Kulturlandschaftspflege können nicht nur geleistet werden, diese Instrumente sind für die Berücksichtigung kulturlandschaftspflegerischer Belange besonders gut geeignet:

  • Zu Grunde liegende Methodik zur Analyse der regionaltypischen Kulturlandschaft hinsichtlich ihrer Handhabung und Effizienz gut geeignet
  • Starke Abhängigkeit von den Akteurskonstellation
  • Bedeutung eines kulturlandschaftspflegerischen Inputs auf regionaler Ebene wird derzeit noch unterschätzt
  • Bisher klafft Lücke zwischen den Zielen bezüglich des Erhaltes des kulturellen Erbes, die auf der Ebene der UN, der europäischen und der nationalen Ebene formuliert werden auf der einen Seite, und der Umsetzung dieser Ziele auf der untersten, kommunalen Ebene auf der anderen Seite
  • Informelle Planungsverfahren bieten durch ihre Flexibilität Möglichkeiten, mit den Akteuren vor Ort den Schutz und Erhalt der Kulturlandschaft zu optimieren
  • Um Akteure einzubinden ist es in der Initiierungsphase des Planungsprozesses erforderlich, kulturlandschaftspflegerische Aspekte zu thematisiert und erläutern
  • Auf die Fallbeispiele bezogen, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen, wie sich die regionale Kulturlandschaft entwickelt.
  • Insgesamt gesehen kann auf der erreichten Basis aufgebaut und die im Rahmen der Planungsprozesse geschaffenen Kommunikationsstrukturen stärker für kulturlandschaftspflegerische Belange genutzt werden.
  • Entwicklung der regionalen Kulturlandschaften abhängig von externen Rahmenbedingungen
  • Ökologische Qualitäten und eine intakte Kulturlandschaft werden als weiche Standortfaktoren die Qualität einer Region zukünftig stärker mitbestimmen
Wesentlichen Schritte zur Implikation dieses kulturlandschaftspflegerischen „Moduls“ in Instrumente einer Integrierten Ländlichen Regionalentwicklung:
  • frühzeitige und offene Einbeziehung des Themas Kulturlandschaftspflege in den Planungsprozess, um es von der „Unterschwelligkeit“ zu befreien,
  • frühzeitige Diskussion mit den Akteuren über „ihre“ regionaltypische Kulturlandschaft und deren mögliche Entwicklungsperspektiven innerhalb entsprechend angelegter Beteiligungsverfahren, um die regionalen Akteure für dieses Thema zu sensibilisieren und Konsequenzen aufzuzeigen,
  • konsequente Operationalisierung übergeordneter kulturlandschafts-pflegerischer Zielsysteme hin zu umsetzungsorientierten Handlungshinweisen und Maßnahmen durch Analyse der naturräumlichen Gegebenheiten und der historischen Entwicklung in der Planungsregion,
  • herausfiltern der jeweiligen Kulturlandschaftlichen Raumeinheiten und ihrer Merkmalsträger,
  • Bewertung der Kulturlandschaftlichen Raumeinheiten und ihrer Merkmalsträger hinsichtlich ihrer Sensibilität,
  • Festlegung von Handlungshinweisen zur Kulturlandschaftspflege
  • Sowie breite Streuung der Informationen zur regionalen Kulturlandschaft und den dazugehörigen kulturlandschaftspflegerischen Zielen und Maßnahmen.

 


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