2008 - Beschreibung des aktuellen Zustands der Grünlandvegetation der „Gassenwiesen“ bei Ginolfs

 

Bibliothek 2216
Verfasser Arnold, Sebastian
Titel Beschreibung des aktuellen Zustands der Grünlandvegetation der „Gassenwiesen“ bei Ginolfs (Biosphärenreservat Rhön/bayerischer Teil) und Entwicklung naturschutzfachlicher Szenarien auf der Grundlage von Habitatmodellen ausgewählter Grasland-Arten
Umfang 165 S. + Anhang 32 S. (Tabellen, Karten, Abbildungen)
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Studiengang Landschaftsökologie
Lehrstuhl/Betreuer Prof. Dr Michael Kleyer, Dr. Cord Peppler-Lisbach
Jahr 2008
Zielsetzung
  • Darstellung der vegetationsökologischen und standort-kundlichen Verhältnisse der Gassenwiesen
  • Gewinnung von Kenntnissen zum ökologischen Verhalten von Pflanzen entlang bestimmter, im Rahmen der Datenerhebung untersuchter Umweltgradienten sowie zur räumlich expliziten Prognose dieser Arten im Bearbeitungsgebiet Gassenwiesen.
  • Anwendung der mittels logistischer Regression erstellten Habitatmodelle zur Förderung drei wichtiger Aspekte der Biodiversität
Inhalt

 

 

  • Einleitung
  • Untersuchungsgebiet: BRR; Geographische Lage und naturräumliche Einordnung; Klima; Geologie; Historische und rezente Nutzung
  • Material und Methode: Probeflächenauswahl; Geländeuntersuchung; Laboranalyse; Datenauswertung; Statistische Habitatsmodellierung; Entwicklung naturschutzfachlicher Szenarien
  • Ergebnisse: Vegetation; Standort; Statistische Modellierung
  • Naturschutzfachliche Anwendung der Habitatmodelle: Szenarien zur Förderung botanischer Zielarten und Biodiversität
  • Diskussion: Methodendiskussion; Ergebnisdiskussion; Diskussion zur naturschutzfachlichen Anwendung der Habitatmodelle
Ergebnisse
  • Artenrückgang sowie generelle Abnahme mageren Grünlands seit den 60ger Jahren durch zunehmende Verfügbarkeit von Mineraldünger und Intensivierung der Langnutzung
  • Probegebiet auf vielen Flächen durch relativ artenreiche Bestände gekennzeichnet
  • Zuordnung zu den mageren Vegetationseinheiten des Geranio-Trisetetum potentilletosum erectae, Caricetum nigrae und Angelico-Cirsietum caricetosum nigrae
  • floristische Vergleich mit dem Jahr 1988 zeigen ein verstärktes Eindringen typischer Stickstoffzeiger in genutzte Arrhenatheretalia-Bestände sowie einen Rückgang von Arten des mageren Grünlands seit dieser Zeit auf
  • das Auftreten vieler Arten ist hauptsächlich vom Nährstoffangebot und der den Pflanzen verfügbaren Nutzwassermenge im Boden abhängig
  • die Verringerung der Stickstoff- und Phosphorgehalte auf den jeweils niedrigsten sowie die Maximierung des Kaliumgehaltes auf den jeweils höchsten in einer Vegetationseinheit ermittelten Wert, erhöht die Anzahl potentiell besiedelbarer Flächen für alle drei Zielarten (Phyteuma orbiculare, Sanguisorba officinalis und Crepis mollis)
  • Artenvielfalt ist indirekt vom Nutzungseinfluss abhängig, da Flächen verschiedenartiger Nutzung durch unterschiedliche Nährstoffmengen ihrer Böden gekennzeichnet sind
  • Dass multivariate Habitatmodelle von Pflanzenarten stellt eine gute Grundlage zur Entwicklung naturschutzfachlicher Szenarien dar
  • Aussagen über populationsdynamische und konkurrenzinduzierte Entwicklungen einzelner Arten bzw. Artengemeinschaften können nicht getätigt werden

 


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