Naturschutzgebiet „Steinkopf“ – Kernzone im Biosphärenreservat Rhön

Die Kernzone Steinkopf liegt ca. 2 km südöstlich der Ortschaft Ehrenberg-Wüstensachsen im oberen Ulstertal. Sie hat eine Größe von 25,71 ha und umfasst die gesamte von Hutungen umgebene Waldfläche mit Blockhalde. Der Steinkopf liegt in der naturräumlichen Haupteinheit „Hohe Rhön", Untereinheit „Lange Rhön". Die „Lange Rhön" ist ein langgestrecktes Basaltplateau, das nach Osten und Westen stark steil abfällt. Der Steinkopf bildet einen Ausläufer am Westrand des Basaltplateaus. Die dort gelegene Blockhalde ist mit 888 m über NN der höchstgelegene Punkt, der übrige Teil der Kernzone umfasst den bewaldeten, steil nach Westen abfallenden Hang bis 780 m über NN.

Der markante Gipfel des Steinkopfes stellt einen Basaltschlot dar, der aufgrund seiner Härte aus der umgebenen Basaltdecke herausragt.
Die Blockschutthalde ist überwiegend mit Sommerlinden-, Bergahorn-, Hang- und Blockschuttwald, die sonstigen Bereiche mit Zahnwurz-Buchenwald bedeckt. Beide Waldtypen sind nur gering menschlich genutzt und daher sehr naturnah. Lediglich am Ortsrand und in einer kleinen Teilfläche im Norden sind standortfremde Fichten beigemischt, die nach und nach absterben.

Besonders hervorzuheben sind seltene Moore und Flechten auf de ostexponierten Blockhalde.

Der Steinkopf ist darüber hinaus Lebensraum für Waldschnepfe, Kuckkuck und Sperber. Als recht seltene Tagfalterarten sind Kaisermantel, Milchfleck und Braunauge zu nennen. Bei den Schnecken ist die Keulige und Graue Schließmundschnecke nachgewiesen.
Es wird vermutet, dass vorgesehene zoologische Forschungen durch die Naturforschende Gesellschaft Senckenberg weitere Kostbarkeiten im Bereich der Zoologie ans Tageslicht fördern werden.

Der Steinkopf kann nur über einen Wanderweg, der von beiden Seiten über die Hut führt, begangen werden.
Der Pflegeplan für die Kernzone sieht einen Pufferstreifen rund um das Schutzgebiet zur Hute hin vor, um den Eingang von Dünger und sonstigen Stoffen zu verhindern.

Der Steinkopf hat zwischen den beiden benachbarten Kernzonen Stirnberg und Kesselrain wichtige Trittsteinfunktion.

 


Zurück zur Übersicht

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren