Schonende Erholungsnutzung

Freizeitaktivitäten spielen in der Rhön aufgrund der landschaftlichen Schönheit und der besonderen topographischen Gegebenheiten seit vielen Jahrzehnten eine große Rolle. Zwischen 1960 und 1980 drohten flächendeckende Freizeitaktivitäten, insbesondere in den Hochlagen der bayerischen Rhön, die hochwertige Naturausstattung in der Substanz zu gefährden. Bereits lange vor der Anerkennung als Biosphärenreservat wurden im Rahmen eines Naturschutzgroßvorhabens des Bundes große Anstrengungen unternommen, Freizeitnutzungen und Naturschutzbelange in Einklang zu bringen. So konnten bereits in den 1980er Jahren kritische Parkplätze verlegt und das Wanderwegenetz vollständig aus sensiblen Bereichen herausgenommen werden, ohne die Erlebnisqualität zu schmälern.

Ab 1995 begannen die Verwaltungsstellen, bilateral mit bestimmten Freizeit-Nutzergruppen naturverträgliche Lösungen für die jeweilige Freizeitnutzung auf dem Konsensweg zu suchen und offensiv Nutzungsmöglichkeiten anzubieten (z. B. Mountainbikekonzept s.u.). Auch die landschaftlich attraktiven Naturschutzgebiete werden stark für Freizeit und Erholung genutzt. Eine Besucherlenkung per Rechtsverordnung ist hier unumgänglich. Ein Beispiel hierfür ist der 180 km lange, länderübergreifende Premiumwanderweg „Der Hochrhöner“, der im Jahr 2006 eröffnet wurde. Auf seiner Wegstrecke durch das Naturschutzgebiet „Lange Rhön“ gilt das Wegegebot zur Besucherlenkung nach der Schutzgebietsverordnung. Trotz dieser Einschränkungen sind gerade den Wanderern als mengenmäßig bedeutendster Freizeitnutzergruppe alle landschaftlichen Schönheiten der Rhön zugänglich geblieben.


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