Touristische Nachfrage

Das Reiseverhalten der Deutschen ist gegenwärtig durch zwei Entwicklungen gekennzeichnet.

Zum einen besteht in Deutschland, wie in ganz Europa, ein Trend zu
kürzeren, dafür aber häufigeren Urlaubsreisen in immer weiter entfernte Ferienregionen.
Entsprechend ist der Anteil der längeren Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands rückläufig.

Zum anderen steigen die Übernachtungs- und Gästezahlen in Deutschland in den letzten 10 Jahren insgesamt leicht an. Dies liegt an einer steigenden Nachfrage sowohl ausländischer Touristen als auch inländischer Kurzurlauber. Hiervon profitiert allerdings besonders der Städtetourismus. Die touristische Nachfrage im gesamten Biosphärenreservat wurde für das Jahr 2001 mit ca. 1,7 Mio. Übernachtungen beziffert. Den größten Anteil daran hat der bayerische Teil. Auf den hessischen Teil entfallen ca. ein Drittel, auf den thüringischen ein Viertel der Übernachtungen.

Im hessischen Teil des Biosphärenreservats spiegeln sich die angesprochenen deutschlandweiten Trends nur teilweise wieder. So nimmt die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Basisjahr 1991 deutlich ab. Dies bedeutet, die touristische Nachfrage im ländlich geprägten Biosphärenreservat sank in den letzten Jahren. Demgegenüber bestätigt sich der deutschlandweite Trend zu kürzeren Urlauben. Die Zahl der Ankünfte nimmt seit Mitte der 1990er Jahre deutlich zu. Zusammen mit der abnehmenden Nachfrage verkürzt sich damit auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlauber.

Die Situation in den Gemeinden im bayerischen Teil des Biosphärenreservats stellt sich in der Tendenz ähnlich dar.

 

 


Zurück zur Übersicht

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren