2006 - Potentielle Chancen und Risiken von gentechnisch veränderten Organismen im BR

 

Bibliothek 1354
Verfasser Sauer, Anika
Titel Potentielle Chancen und Risiken von gentechnisch veränderten Organismen im Biosphärenreservat Rhön
Umfang 109 S. + 52 Seiten Literaturverzeichnis/Anhang
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Westfälische Wilhems-Universität Münster.
Studiengang Landschaftsökologie
Lehrstuhl/Betreuer Institut für Landschaftsökologie
Jahr 2006
Zielsetzung Die Rhön dient als exemplarisches Beispiel um die Vor- und Nachteile so genannter "Zukunftstechnologien" aufzuzeigen.
Inhalt Folgende werden Fragestellungen behandelt:
  • Hat der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) positiven oder negativen Einfluss auf eine Natur- und Kulturlandschaft?
  • Inwieweit würde gegen die Verpflichtungen eines Biosphärenreservats im Bezug auf die Erhaltung der biologischen Vielfalt und nachhaltiger Entwicklung verstoßen werden, wenn gentechnisch veränderte Organismen zum Einsatz kämen?
Einer Diskussion über die Chancen und Risiken beim potentiellen Einsatz gentechnisch veränderter Organismen folgt eine detaillierte Nutzen- u. Schadensabwägung auf der regionalen Ebene des Biosphärenreservats Rhön.
Ziel soll sein, den Landnutzern im Geltungsbereich des Biosphärenreservats Handlungsempfehlungen für den Umgang mit den neuen Möglichkeiten der Agrogentechnik zu geben.
Ergebnisse
  • Die Risikoforschung ist noch nicht derart ausgereift, als dass der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen als ökonomisch rentabel oder ökologisch unbedenklich eingestuft werden könnte
  • der Anbau von GVOs bringt nur vordergründig Vorteile.
  • Resistenzentwicklungen bei Schädlingen bedingen einen erhöhten Pflanzenschutzeinsatz.
  • GVOs haben ein schlechtes Image beim Verbraucher
  • Die Zielsetzungen des Biosphärenreservats werden unter anderen in den Bereichen Landwirtschaft, Ökologie und regionaler Wirtschaft bedroht.
  • Es wird empfohlen, Biosphärenreservate bundesweit in das Landesnaturschutzgesetz zu integrieren und in das Anerkennungsverfahren eine "Gentechnikverbots-Klausel" einzuarbeiten. Ein Umweltmonitoring wäre sinnvoll, um konkretere Aussagen über Wirkungszusammenhänge (Chancen und Gefahren) machen zu können.
  • Der Vorbildcharakter der Rhön wird herausgestellt. Schon heute wird ein großer Prozentsatz der landwirtschaftlichen Nutzfläche GVO-frei bewirtschaftet

 


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