2006 - Standort- und Vermarktungspotenziale für traditionelle Nutztierrassen

 

Bibliothek 2120
Verfasser Lindner, Annemarie
Titel Standort- und Vermarktungspotenziale für traditionelle Nutztierrassen im Biosphärenreservat Rhön im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung
Umfang 125 S. + 15 S. Anhang
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Universität Lüneburg
Studiengang Umweltwissenschaften
Lehrstuhl/Betreuer Fachbereich Umweltwissenschaften/ Prof. Sabine Hofmeister
Jahr 2006
Zielsetzung Die Arbeit wurde im Rahmen des Projektes "Grünlandprojekt Rhön" angefertigt. Ziel ist es, exemplarisch unterschiedliche Formen der Beweidung im großflächigen Maßstab zu erproben, um in Teilräumen die wesentlichen Grundlagen für Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus zu erhalten und zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf gefährdeten und traditionellen Nutztierrassen für die eine Produktvermarktung im Premiumbereich aufgebaut werden soll.
Inhalt Zwei breite Themenkomplexe des Grünlandprojektes werden bearbeitet:
  • Identifizierung von Nutztieren die traditionell in der Rhön gehalten wurden bzw. generell traditionell oder gefährdet sind.
  • Erarbeitung einer Grundlage für ein Marketingkonzept sowie weiterführende Handlungsempfehlungen zur Vermarktung dieser Tiere für das Grünlandprojekt Rhön,
Ergebnisse
  • Es konnten sechs gefährdete Nutztierrassen herausgearbeitet werden, die alle bereits im Rahmen des Grünlandprojektes Rhön gehalten werden. Sie werden mit einer kurzen Beschreibung dargestellt. Auch weitere in Deutschland gefährdete Rassen werden angesprochen.
  • Es werden Grundlagen des (Öko)marketings und der Marketingkonzeption erarbeitet.
  • Die Autorin entwickelt eine konkrete Marketingstrategie für das Grünlandprojekt Rhön und trifft erste Aussagen über die Vermarktung von naturschutzgerecht erzeugtem Fleisch.
  • Als übergeordnetes Konzept, dass alle Projekte der Rhön in Zukunft vereinen soll, wird die "Dachmarke Rhön" vorgestellt.
  • Spezielle Möglichkeiten der Vermarktung von traditionellen und gefährdeten Rassen stellt die Verfasserin beispielhaft am Arche Hof, Tierpatenschaften und dem Arca-Net dar.
  • An acht, mit Beispielbetrieben des Grünlandprojektes Rhön geführten Interviews wird belegt, dass es eine sehr diversifizierte Struktur hinsichtlich des Angebots, der Vermarktung und Schlachtung gibt. Das Angebot wird hauptsächlich aus Fleischerzeugnissen bestehen. Eine Einigung auf gemeinsame Produktstandards wird als wichtig angesehen, um somit die Qualität zu sichern und einen gehobeneren Preis besser rechtfertigen zu können. Einer Dachmarke Rhön stehen die befragten Landwirte eher skeptisch gegenüber.
  • Die Autorin gibt Handlungsempfehlungen für die Kommunikation und die Distribution des Grünlandprojekts Rhön.

 


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