2005 - Analyse potentieller Wildkatzenhabitate und -korridore in der südlichen Rhön

 

Bibliothek 2108
Verfasser Heidemann, Corinna
Titel Analyse potentieller Wildkatzenhabitate und -korridore in der südlichen Rhön
Umfang 83 S. + 22 S. Anhang
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Studiengang Landschaftsökologie
Lehrstuhl/Betreuer  
Jahr 2006
Zielsetzung Da durch anthropogenen Einfluss mit dem Aussterben der Wildkatzenpopulationen Thüringens, Hessens und Bayerns zu rechnen ist, wurde vom BUND das Projekt "Ein Rettungsnetz für die Wildkatze" initiiert. Ziel ist ein länderübergreifender Biotopverbund. Die Diplomarbeit soll ein Beitrag zur Bewertung der Rhön als Wildkatzenstandort bzw. als Korridor sein.
Inhalt Zwei Fragen sollen hinsichtlich des Untersuchungsgebietes "südliche Rhön" geklärt werden.
1. Ist die südliche Rhön potentiell als Wildkatzenlebensraum geeignet?
2. Ist die südliche Rhön als Wildkatzenkorridor geeignet?
Weiterhin werden Möglichkeiten zur Wildkatzen-freundlicheren Gestaltung der Untersuchungsgebiete gesucht.
Zur Beantwortung der Fragen wurde mit 4 Habitatmodellen und 4 Korridormodellen gearbeitet.
Für die Beantwortung der ersten Frage wurden 3 Parameter, für die zweite Frage 2 Parameter verwendet. Jeder Parameter wurde mit einer positiven und einer negativen Ausprägung angenommen und betrachtet.
Ergebnisse
  • Bei 3 der 4 Habitatmodelle (Frage 1) entwickelten sich sowohl potentielle Reproduktionsräume als auch potentielle MVP-Lebensräume (Lebensraum einer kleinsten überlebensfähigen Population).
  • Auch bei den Korridormodellen konnten 3 von 4 Modellen als positiv bewertet werden.
Bei der Kombination von 2 pessimistischen Parametern erwies sich keines der Verwendeten Modelle als geeignet.
Die Autorin gibt Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der möglichen Korridore und gibt Anregungen für weitergehende Forschungsfragen, um das Potential der Rhön als Wildkatzenhabitat/- korridor besser bewerten zu können.
In Ihren Schlussbemerkungen fordert die Verfasserin die Festlegung von Wildkatzengebieten sowie ein Wildkatzenmonitoring, um die Wildkatzenpopulationen Bayerns, Hessens u. Thüringens verknüpfen zu können.
Diese regionalen Maßnahmen hätten sicherlich auch überregionale Effekte, außerdem sei Wildkatzenschutz niemals singulärer Artenschutz.
Indirekt seien auch positive Effekte auf die Erholungsfunktion des Raums für den Menschen zu erwarten.
Wildkatzenschutz in der Rhön würde somit eine effiziente ökologische sowie biologische Wirkung haben und zudem eine soziale Funktion ausüben.

 


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