2002 - Erfassung und Bewertung von Quellen, dargestellt an einem Beispielgebiet im Hohen Vogelsberg

 

Bibliothek 1452 (CD) und in digitaler Bibl. Bay.
Verfasser Reiss, Martin
Titel Erfassung und Bewertung von Quellen, dargestellt an einem Beispielgebiet im Hohen Vogelsberg
Umfang 221 S.
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Philipps-Universität Marburg
Studiengang Geographie
Lehrstuhl/Betreuer Prof. Dr. Christian Opp
Jahr 2002
Zielsetzung
  • Vorstellung eines ökologischen Bewertungsverfahrens für Quellen und Quellbäche, das auf Ebene kleiner Einzugsgebiete als Bewertungsmaßstab die naturräumlichen und quelltypspezifischen Gegebenheiten und den naturnahen Zustand von Quellen berücksichtigt.
  • Integratives Verfahren soll praxisorientierte und universelle Anwendung in unterschiedlichen Naturräumen ermöglichen, als Voraussetzung zur Entwicklung von Entwicklungs- und Schutzkonzepten
  • Fehlende wissenschaftliche Lücke eines Bewertungsverfahrens zur regionalspezifischen Kennzeichnung des Quellzustandes schließen, Animation zur Wiederentdeckung der Quellen als Forschungsobjekt (kein vollständiges Quellenkataster oder Quellenatlas in Hessen existent)
Inhalt
  • Charakterisierung von Quellen: Begriffsklärung, Typologie (strukturelle und hydrophysikalisch-chemische Unterschiede v.a. kaltstenothermer Süßwasserquellen), Ökologie, Nutzung und Schutzwürdigkeit (natürliche abiotische und anthropogene Einflüsse auf Quellen zur Kennzeichnung; kulturelle Bedeutung von Quellen erkennbar an wirtschaftlicher Nutzung, emotionaler Bedeutung, rechtlichen Grundlagen)
  • Ansätze und Verfahren zur Erfassung und Bewertung von Quellen (Kartierkapagnen in Deutschland, v.a. Hessen)
  • Vorstellung des Einzugsgebietes der Alten Hasel im Hohen Vogelsberg (48,43 km²)
    - Die acht ausgewählten Sickerquellen der Alten Hasel liegen in der einheitlichen hydrologischen Zone des Oberwaldes (schwebende Grundwasserleiter), die oberirdisch durch zahlreiche naturnahe Quellbereiche gekennzeichnet ist
    - Vorherrschende Flächennutzung: naturnahe Waldflächen, Fichtenforste, extensive Grünlandflächen, touristisch erschlossen
  • Konzeptioneller Ansatz: integrativ-naturraumtypologisch
    - Räumliche Einteilung: Quellaustritt, Quellbach, Quellnahbereich, Quellumfeld. Indikatorische Hauptparameter: Quellstruktur, Wasserqualtät, Lebewesen, Strukturgüte, Bodenwasserhaushalt, Nutzungstypen
Ergebnisse
  • Die 6 von 8 Quellen gering verändert, 2 mäßig verändert bewertet
  • Lebewesen und Wasserqualität meist unveränderte Zustände, Quellstrukturen beeinträchtigt durch mittlere Belastungen (Quellfassung)
  • Die untersuchten Quellen sollten wegen des Vorkommens der in Rückzug befindlichen Milzkrautgesellschaften und als Lebensraum der nur im Hohen Vogelsberg und der Rhön lebenden und stark gefährdeten Rhönquellschnecke unter besonderen Schutz gestellt werden.
  • Forderung nach stärkerer Beachtung von Quellen zur ökologischen Kennzeichnung und Ableitung eines ganzheitlichen Gewässerschutzes

 


Zurück zur Übersicht

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren