2001 - Touristische Nachfragestrukturen im Biosphärenreservat Rhön


Bibliothek 1333, auch auf CD und in digitaler bay. Bibl.
Verfasser Fuchs, Tonja
Titel Touristische Nachfragestrukturen im Biosphärenreservat Rhön -eine empirische Studie
Umfang 115 S.
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Christian-Albrechts-Universität Kiel
Studiengang Geographie
Lehrstuhl/Betreuer  
Jahr 2001
Zielsetzung
  • Erfassung von soziodemographischen Merkmalen der Rhönbesucher, ihres Urlaubsverhaltens (u.a. Teilnahme an regionaltypischen Angeboten), ihrer Einstellung zur Rhön als Urlaubsregion, ihrer Wahrnehmung des Biosphärenreservats-Konzeptes
  • These: im Freizeit- und Urlaubsverhalten der Besucher liegen ungenutzte touristische Potentiale, die im Sinn des Biosphärenreservatsgedanken erschlossen werden können
Inhalt
  • Einführung in Biosphärenreservate allgemein, in die Rhön und in das Biosphärenreservat Rhön
  • Methodik: Befragung, Auswertung
  • Diskussion: Einordnung, Umweltverhalten, Handlungsvorschläge
Ergebnisse
  • Die Mehrzahl der Besucher kommt zu Erholungs-, nicht zu Bildungszwecken in die Rhön. Sie stehen dem Bildungsangebot des Biosphärenreservats passiv gegenüber. Das Biosphärenreservat muss demzufolge aktive Bildungsarbeit leisten, wie Informationstafeln an allen touristisch relevanten Punkten aufstellen.
  • Vielen Besuchern ist der Begriff der Nachhaltigkeit fremd. Diese Bildungslücke zu schließen, ist vorrangige Aufgabe eines Biosphärenreservats. Ansetzen könnte man beim Verkauf von regionalen Produkten mit gleichzeitigem Informieren über die regionalen Anbau- und Absatzbedingungen.
  • Unterschiedliche Zielgruppen erfordern verschiedene Angebote. Neue Zielgruppen, z.B. aus entfernteren Regionen (diese bleiben womöglich länger), könnten durch Fernsehwerbung angelockt werden, was auch das ´angestaubte` Image der Rhön aufpeppt.
  • Bei einem kurzen Aufenthalt nehmen Urlauber keine Zusammenhänge wahr und fühlen keine persönliche Verantwortung für die Region. Diese entstehen bei persönlicher Bindung und emotionaler Betroffenheit, die wiederum geschaffen werden kann durch eine Gästeführerkultur. Die Einheimischen würden persönliche Bindung aufbauen und den Alltag in den regionalen Zusammenhängen, damit auch die Ziele des Biosphärenreservats Rhön, dem Gast näher bringen.
  • Umweltgerechtem Verhalten gegenüber aufgeschlossenen Gästen müssen Möglichkeiten und Belohnungen geboten werden. Nicht aufgeschlossene Gäste sollten mit Anreizen und Einschränkungen gelenkt werden. Beispiel: Einführung eines Ferientickets, das die ÖPNV-Nutzung erleichtert und gleichzeitig durch Vergünstigungen den Besuch der regionalen Angebote fördert.
  • Regionale Projekte müssen klar definiert, leicht erkennbar und in einer Übersicht gelistet sein. (zentrales Angebots- und Buchungssystem, auch an zentralem Punkt im Internet)



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