2001 - Die Invasion der Stauden-Lupine im Biosphärenreservat Rhön


Bibliothek 1346
Verfasser Visser, Ute
Titel Die Invasion der Stauden-Lupine im Biosphärenreservat Rhön. Untersuchungen zum Ausbreitungsverhalten von Lupinus polyphyllus mit Hilfe eines räumlich expliziten Simulationsmodells
Umfang 62 S.
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Philipps-Universität Marburg in Zusammenarbeit mit UFZ - Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, Sektion Ökosystemanalyse, Leipzig; In Zusammenarbeit mit Prof. für Landschaftsökologie Universität Gießen
Studiengang Biologie
Lehrstuhl/Betreuer  
Jahr 2001
Zielsetzung
  • Welche Faktoren beeinflussen die Ausbreitungsgeschwindigkeit? (Sensitivitätsanalyse)
  • Wie beeinflussen exogen beeinflussbare Parameter (Pflegemaßnahmen) die Ausbreitungsgeschwindigkeit; wie groß sind sie?
Inhalt
  • Biologischer Hintergrund (Neophytenproblematik, Staudenlupine, Biosphärenreservat Rhön, vorausgegangene Studien)
  • Beschreibung des Modells
  • Sensitivitätsanalyse (Nutzungsbedingt schwankende Parameter, übrige Parameter und Regeln)
  • Musterorientierte Kalibrierung
Ergebnisse
  • Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist neben der Verteilungsfunktion abhängig von Parametern wie der Samenproduktion, der Fernausbreitung und der Etablierungswahrscheinlichkeit (Wahrscheinlichkeit eines Samens, zu einer adulten Pflanze heranwachsen zu können), die durch die Nutzung beeinflußt werden können
  • Diese Parameter konnten in der Musteranalyse eingegrenzt werden, deren Bestimmung in natura nicht möglich ist
  • Das Modell hat im untersuchten Bereich relativ robust auf die meisten Veränderungen der Modellregeln reagiert
  • Empfindlich zeigte sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit bei Veränderungen des Alters der Lupinenbestände bei der Samenproduktion ' es sind noch genauere Felduntersuchungen notwendig; wichtig für Pflegemaßnahmen
  • Die Etablierungswahrscheinlichkeit beträgt im untersuchten Heidelstein-Transekt 0,65%
  • Die Ausbreitungsgeschwindigkeit wird entscheidend durch die Reichweite der Fernausbreitung bestimmt, d.h. lieber weiter als mehr
  • unterschiedliche Pflegemaßnahmen sind wahrscheinlich im wesentlichen durch verschiedene Kombinationen der nutzungsbedingt schwankenden Parameter zu beschreiben im Hinblick auf resultierende Ausbreitungsgeschwindigkeit
  • Untersuchungen auf Landschaftsebene über Fernausbreitungsereignisse (z.B. durch die Wanderschäferei) und das Invasionspotential können auf gewonnenen Kenntnisse über das Ausbreitungsverhalten dichter Bestände aufbauen



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