2000 - Landschaftserhaltung mit Nutztieren im sozio-ökonomischen Kontext


Bibliothek 1248
Verfasser Rahmann, Gerold und Ezzat Tawfik
Titel Landschaftserhaltung mit Nutztieren im sozio-ökonomischen Kontext
Umfang 177 S.öko
Reihe Endbericht des EU-Projektes EQULFA (1996 - 2000)
Hochschule Universität Gesamthochschule Kassel
Studiengang Fachgebiet Internationale Nutztierzucht und Haltung
Lehrstuhl/Betreuer  
Jahr 2000
Zielsetzung
  • Leistungen der Landwirtschaft sind auch Biotoppflege und der Erholungswert des ländlichen Raumes

  • häufig ist unklar, wie sich Agrarpolitik auf die Landwirte auswirkt

  • um die Auswirkungen von agrarpolitischen Maßnahmen zu bewerten, wurden sozio-ökonomische Untersuchungen durchgeführt

  • durch Beachtung der Interessen einzelner Regionen, Ableitung zukünftiger Entwicklungen und Anpassungserfordernisse

  • Projekt hatte zum Ziel die agrarstrukturellen und damit verbundenen ökologischen Auswirkungen, sowie die sozialen Aspekte der Agrarumweltmaßnahmen in Beispielsgebieten (durch Tierhaltung geprägte, bedrohte und benachteiligte Landschaften, die einen touristischen Wert aufweisen) zu bewerten

  • Studie konzentriert sich auf extensive Weidewirtschaft

  • Darstellung ökologisch vorteilhafter und sozial akzeptabler Tierhaltungsformen

Inhalt
  • Biotoppflege mit Nutztieren im sozio-ökonomischen Kontext

  • methodisches Grundgerüst des Projektes

  • die Rhön und die Rolle der Tierhaltung für die Landschaft

  • "Kulturlandschaft" aus der Sicht der Betroffenen

  • Agrarstruktur der ausgewählten Dörfer

  • wirtschaftliche Realitäten in den Dörfern

  • Vermarktungsanalyse für "Fleisch aus dem Naturschutz"

  • Marktpotentiale für "Landschaft"

Ergebnisse
  • Landwirtschaft hat nur untergeordnete Rolle in untersuchten Dörfern

  • Veränderung der Ortsbilder

  • Arbeitsplätze, Schulen, Behörden, kulturelle Angebote und Einkaufs-möglichkeiten wanderten in größere Ortschaften und Städten ab

  • Dörfer wurden zu Wohngebieten, Landwirtschaft wurde aufgegeben oder zum Hobby

  • mit dem Wegfall der Landwirtschaft gingen Arbeitsplätze in angegliederten Bereichen verloren

  • wenige Landwirte bewirtschaften das Land

  • neu Zugezogene haben häufig kein Verständnis für die Landwirtschaft

  • in thüringischen Dörfern verpachten Landbesitzer ihre Flächen an LPG-Nachfolgebetriebe oder bewirtschaften Teile als Hobby für den Eigenbedarf (diese sind sehr häufig in Agrar-genossenschaft angestellt)

  • in Bayern und Hessen findet man den bäuerlichen Familienbetrieb in Privatbesitz

  • Landwirtschaft soll gewünschte Landschaft erstellen, wird aber nicht ausreichend oder gar nicht entlohnt

  • Vermarktung der Landschaft durch die Landwirtschaft bietet Möglichkeiten, die von der Landwirtschaft erschlossen werden muß



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