1999 - Biotopspezifische Untersuchungen zu Ausbreitungsmechanismen und Regulierungsmöglichkeiten


Bibliothek 1077
Verfasser Volz, Harald (Dipl.-Ing.)
Titel Biotopspezifische Untersuchungen zu Ausbreitungsmechanismen und Regulierungsmöglichkeiten von Hochstauden in der Rhön - bearbeitet am Beispiel der Stauden-Lupine (Lupinus polyphyllus Lindl.)
Umfang  
Reihe Forschungsprojekt, Zwischenbericht
Hochschule Justus-Liebig-Universität Gießen
Studiengang Landschaftsökologie und Landschaftsplanung
Lehrstuhl/Betreuer Dr. Doris Pokorny; Dipl.Ing. Klaus Spitzl; Prof. Dr. Dr. Annette Otte
Jahr 1999
Zielsetzung Managementkonzept entwickeln für die Regulierung von Lupinus polyphyllus , um das Schutzgut Bergwiesen-Ökosystem der Rhön zu erhalten
Inhalt
  • Bestimmung der Ursachen und Folgen für die Etablierung und Ausbreitung am Beispiel von Leitgraben, Herrenwasser und Bauersberg
  • Methoden:
    - Luftbildinterpretation und Detailkartierung zur aktuellen Verbreitung und Ausbreitungsgeschwindigkeit
    - Vegetationskundliche Methoden zur Bestimmung der Veränderung der Vegetation, in die die Lupine eindringt
    - Populationsbiologische Methoden zur Klärung der Mechanismen unter denen die Lupine erfolgreich ist
    - Autoökologische Untersuchungen zum Nährstoffhaushalt
    - Standortökologische Untersuchungen zur Nährstoffsituation von Wuchsorten der Stauden-Lupine
  • Analyse der Ergebnisse, Ableitung eines Managementkonzeptes
Ergebnisse
  • in den 40er Jahren wurde die Lupine als Untersaat in Fichtenaufforstungen in der Hochrhön ausgebracht, außerdem durch Ansaat als Wildäsungs- und Deckungspflanze, Rohbodenpionier und Böschungsbegrüner.
  • Durch die Nutzungsveränderung auf den Flächen der Hochrhön profitiert die Staudenlupine und breitet sich aus.
  • Vorläufige Aussagen zum Management der Stauden-Lupine
    - Angrenzende Flächen präventiv behandeln zum Schutz vor Samenverschleppung und Saatbettbereitung
    - Maschineneinsatz parallel und in Richtung Lupinenflächen
    - Maschineneinsatz vermeiden auf Lupinenflächen nach Ausreifung der Samen (ca. Ende Juli)
    - Flächendeckende Maßnahmen wie Mahd vor Ausreifen der Samen, in tieferen Lagen Zweitmahd notwendig wegen erneuter Samenausbildung
    - Pflegemaßnahmen innerhalb weniger Wochen durchführen
    - Einzelstehenden Lupinen gehört als Initialstadien besondere Aufmerksamkeit
    - Regulierung durch mehrmalige Beweidung im Jahr durch Schafe, Ausreifung der Samen vermeiden
    - Rinderbeweidung in Lupinenbeständen wenig aussichtsreich, aber als Prävention in angrenzenden Gebieten möglich, bei flächiger Beweidung Gefahr der Verschleppung der Samen



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