1997 - Landwirtschaftliche Aspekte der Naturschutzplanung


Bibliothek 288
Verfasser Hake, Manuela
Titel Landwirtschaftliche Aspekte der Naturschutzplanung
Umfang 120 S.
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Universität Aachen
Studiengang Wirtschaftsgeographie
Lehrstuhl/Betreuer Prof. Dr. Axel Wieger, Prof. Dr. Helmut Breuer
Jahr 1997
Zielsetzung
  • Anhand dreier Naturschutzprojekte des Bundes soll untersucht werden, inwieweit der integrative Ansatz (Einbezug der Landwirte beim Naturschutz statt Ausgrenzung) im Bereich großflächiger Naturschutzplanung in der BRD Einzug gehalten hat
  • Vergleich zum Biosphärenreservatskonzept der UNESCO
Inhalt
  • Konflikt Landwirtschaft - Naturschutz
  • Versuche der Konfliktlösung (Segregation, Integration)
  • Naturschutzgroßprojekte des Bundes
  • Naturschutz und Bewirtschaftung im Feuchtgrünland
  • Naturschutzgroßprojekt "Ochsenmoor"
  • Naturschutzgroßprojekt "Murnauer Moos"
  • Naturschutzgroßprojekt "Hohe Rhön/Lange Rhön"
  • Biosphärenreservat Rhön
  • Zusammenfassender Vergleich
  • Empfehlungen für künftige Methoden der Naturschutzplanung
Ergebnisse
  • Alle drei Naturschutzgroßprojekte sind jahrhundertealte Kulturlandschaften, Gefährdungen in den letzten Jahrzehnten durch Intensivierungsbestrebungen bzw. dem Rückzug der Landwirtschaft
  • Alle drei Naturschutzgroßprojekte sind jahrhundertealte Kulturlandschaften, Gefährdungen in den letzten Jahrzehnten durch Intensivierungsbestrebungen bzw. dem Rückzug der Landwirtschaft
  • Bei der Durchführung der Naturschutzvorhaben gab es bei den Projekten "Ochsenmoor" und bes. "Murnauer Moos" gravierende Akzeptanzprobleme (Entzug von landwirtschaftlichen Intensivflächen à Existenzgefährdung, Intensivierung des verbleibenden Gründlandes bzw. höherer Kraftfutterzukauf; Tauschflächen konnten beim Ochsenmoor zur Verfügung gestellt werden)
  • In allen 3 Gebieten Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung zentrale Bedeutung. Entsprechende Naturschutzprogramme bestehen im Ochsenmoor noch nicht, in den beiden anderen Gebieten werden die Programme sehr gut angenommen. Auch die innerbetriebliche Verwertung des Mähgutes ist dort z.Zt. weitgehend gewährleistet
  • Landwirte in allen 3 Gebieten erachten Programme größtenteils für die Existenzsicherung ihrer Betriebe als notwendig, fürchten aber ökonomische Abhängigkeit, würden weitergehende Maßnahmen wie Vermarktungshilfen befürworten
  • Empfehlungen: Umfassende Information der Landwirte in der Planungs- und Umsetzungsphase eines Naturschutzprojektes
  • Neben naturwissenschaftlichen die soziökonomischen Aspekte gleichwertig in die Planung einbeziehen
  • Schwerpunkt auf langfristiger Sicherstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der traditionellen Agrarstruktur, Förderung der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte
  • Flexiblere Ausgestaltung der Bewirtschaftungsauflagen; Bevorzugung von Betrieben, die das anfallende Mähgut innerbetrieblich verwerten können Bei der Durchführung der Naturschutzvorhaben gab es bei den Projekten "Ochsenmoor" und bes. "Murnauer Moos" gravierende Akzeptanzprobleme (Entzug von landwirtschaftlichen Intensivflächen à Existenzgefährdung, Intensivierung des verbleibenden Gründlandes bzw. höherer Kraftfutterzukauf; Tauschflächen konnten beim Ochsenmoor zur Verfügung gestellt
  • In allen 3 Gebieten Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung zentrale Bedeutung. Entsprechende Naturschutzprogramme bestehen im Ochsenmoor noch nicht, in den beiden anderen Gebieten werden die Programme sehr gut angenommen. Auch die innerbetriebliche Verwertung des Mähgutes ist dort z.Zt. weitgehend gewährleistet
  • Landwirte in allen 3 Gebieten erachten Programme größtenteils für die Existenzsicherung ihrer Betriebe als notwendig, fürchten aber ökonomische Abhängigkeit, würden weitergehende Maßnahmen wie Vermarktungshilfen befürworten
  • Empfehlungen: Umfassende Information der Landwirte in der Planungs- und Umsetzungsphase eines Naturschutzprojektes
  • Neben naturwissenschaftlichen die soziökonomischen Aspekte gleichwertig in die Planung einbeziehen
  • Schwerpunkt auf langfristiger Sicherstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der traditionellen Agrarstruktur, Förderung der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte
  • Flexiblere Ausgestaltung der Bewirtschaftungsauflagen; Bevorzugung von Betrieben, die das anfallende Mähgut innerbetrieblich verwerten können.



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