1996 - Staatstätigkeit als raumdifferenzierender Faktor am Beispiel der Landwirtschaftsförderung


Bibliothek 438
Verfasser Lange, Thomas
Titel Staatstätigkeit als raumdifferenzierender Faktor am Beispiel der Landwirtschaftsförderung im Biosphärenreservat Rhön
Umfang 70 Seiten, 2 Abbildungen (Diagramme), 20 Tabellen, 2 Karten
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Studiengang Geographie
Lehrstuhl/Betreuer Prof. Dr. W. Schenk
Jahr 1996
Zielsetzung Untersuchung, inwieweit die Rahmenbedingungen der Agrarpolitik Einfluß auf die Handlungsbedingungen in der Rhön nehmen, und auf welche Weise die beteiligten Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen spezifische Leitbilder entwickeln.
Inhalt Forschungskonzeptionen der Politischen Geographie
Raumwirksame Staatstätigkeit - Raum und Verwaltung - Implementation politischer Programme
Das Biosphärenreservat Rhön im Rahmen des MAB-Programms
Zielsetzungen - Prinzip der Nachhaltigkeit - Leitbild für die Rhön -
Landwirtschaft in der Rhön
Naturräumliche Voraussetzungen - Betriebsstrukturen - Ziele für die Landwirtschaft in der Rhön
Die Förderung extensiver Bewirtschaftung
Agrarreform 1992 Frühere Extensivierungsansätze - Bewertung von Extensivierungsmaßnahmen
Extensivierungsförderung in Bayern
Extensivierungsprogramme des Naturschutzes - KULAP
Extensivierungsförderung in Hessen
Extensivierungsprogramme des Naturschutzes - HEKUL
Das Kulturlandschaftsprogramm in Thüringen
Vergleichende Bewertung
Vergleich der geförderten Flächen - Unterschiede in der Programmstruktur - Unterschiede im Programmaufbau - Bestimmungsgründe außerhalb der Programmgestaltung
Ergebnisse
  • Grünland wird in erheblich größerem Umfang in Extensivierungsmaßnahmen einbezogen als Ackerflächen
  • Die hohen Teilnahmequoten an Extensivierungsprogrammen deuten darauf hin, daß die Betriebe allgemein auf Transferleistungen angewiesen sind.
  • Die Einrichtung des Biosphärenreservats Rhön hat keine grundlegende Änderung in den Verwaltungsstrukturen der Bundesländer nach sich gezogen. Der Verfasser fordert daher dazu auf, im Biosphärenreservat Rhön durch eine zentrale Administrierung und Planung eine "gemeinsame Entwicklungsstrategie" zu fördern"
  • Dem ökologischen Landbau kommt nach Ansicht des Autors bisher nur eine geringe Bedeutung zu, obwohl die Umstellung der Betriebsorganisation bei vielen Betrieben einfach zu bewerkstelligen wäre. Als Hauptursache hierfür werden Schwierigkeiten bei der Vermarktung ökologischer Produkte angeführt.
  • Ausblick: In Bayern wird ein Landwirt sein Einkommen in Zukunft nicht mehr aus seiner produzierenden Tätigkeit erwirtschaften, sondern durch gesellschaftliche Entgelte für die Landschaftspflege.



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