Naturschutzgebiet „Horn“ – Kernzone im Biosphärenreservat Rhön

Der Horn ist Teil des Naturraumes „Vorderrhön". Die aufgesetzte Kuppe des Horn besteht aus einem kleinen Basaltdeckenrest, der als Härtling die Umgebung überragt. Der Untergrund ist durch Schichten des oberen Buntsandsteins und Schichten des unteren Muschelkalkes geprägt. Aufgrund der Kalkschichten im Untergrund befinden sich keine Quellen, Bachläufe und offene Wasserflächen. Die Oberflächen der Hänge werden durch Kleinformen, wie Erdfälle, Stufen mit Felsdurchragungen, charakterisiert.
Auf dem Kalkgestein entstandeln Rendzinen, die nährstoffreich und wasserdurchlässig sind. Die aus der Verwitterung des Basalts entstandenen Bodentypen sind Ranker und Ranker-Braunerde.

Tier- und Pflanzenwelt:

Der Horn wird durch einen vielseitigen und reich strukturierten Biotopkomplex mit naturnahen Laubwaldgesellschaften (Bingelkraut-Buchenwald, Orchideen-Buchenwald, Frühlings-Platterbsen-Buchenwald), trockenen Kiefernwäldern und angrenzenden Kalkmagerrasen charakterisiert. Es entstand ein ökologisch bedeutsamer Lebensraum für zahlreiche seltene und gefährdete Pflanzenarten, wie Türkenbundlilie, Helm-Knabenkraut, Bleiches Waldvögelein oder Gemeine Seidelbast.

Säugetierarten wie Dachs, Fledermäuse und Haselmaus sind am Horn anzutreffen. Gerade naturnahe Laubwälder mit einem hohen Anteil an Totholz sind ein Eldorado für viele Tierarten. Schwarz-, Bunt-, Grauspecht, Waldschnepfe, Waldkautz, Kleiber oder Waldlaubsänger finden hier ihren Lebensraum. Zahlreiche Insekten leben im sich zersetzenden Holz und dienen wiederum als Nahrung für verschiedene Vögel.


Schutzverlauf:

• NSG Horn mit Kahlköpfchen 1991 einstweilig sichergestellt
• NSG Horn mit Kahlköpfchen 1999 ausgewiesen (148,5 ha)
• Totalreservat 2003
• Kernzone 2006 (62,58 ha)

Primäres Schutzziel für den Horn ist die Erhaltung und Sicherung der wärmeliebenden Buchenwälder. Sie entsprechen der potentiell natürlichen Vegetation ihrer Standorte. Aus Sicht des Faunenschutzes sind die wärmeliebenden Buchenwälder wichtige Lebensräume für die gefährdeten, wärmeliebenden Tierarten.

Der Horn ist Teil des Naturraumes „Vorderrhön". Die aufgesetzte Kuppe des Horn besteht aus einem kleinen Basaltdeckenrest, der als Härtling die Umgebung überragt. Der Untergrund ist durch Schichten des oberen Buntsandsteins und Schichten des unteren Muschelkalkes geprägt. Aufgrund der Kalkschichten im Untergrund befinden sich keine Quellen, Bachläufe und offene Wasserflächen. Die Oberflächen der Hänge werden durch Kleinformen, wie Erdfälle, Stufen mit Felsdurchragungen, charakterisiert.
Auf dem Kalkgestein entstandeln Rendzinen, die nährstoffreich und wasserdurchlässig sind. Die aus der Verwitterung des Basalts entstandenen Bodentypen sind Ranker und Ranker-Braunerde.

 

 

 


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