Turteln am liebsten zuhause: die Thüringer Mäuser-Tauben

Jeder kennt speziell trainierte Brieftauben als Boten. Heute gibt es viele Züchter, die sich einfach nur an den Tauben selbst erfreuen und sie für Ausstellungen züchten. Die Thüringer Mäuser, die als eigene Rasse schon seit ca. 200 Jahren existiert, wird zwar auch noch als Fleischtaube genutzt, vor allem aber erfreuen sich Halter und Züchter an ihrer Schönheit und ihrem individuellen Aussehen, das sich an züchterischen Idealen orientiert, die schon vor 100 Jahren festgelegt wurden.

Die letzten Thüringer Mäuser-Tauben der Rhön

Wahrscheinlich ist Karl-Ludwig Käßmann aus Dermbach einer der letzten Halter der alten Taubenrasse der Thüringer Mäuser-Tauben. Die Taubenzucht betreibt er schon fast ein halbes Jahrhundert, wie schon sein Vater, doch die Thüringer Mäuser hat er erst seit wenigen Jahren. Durch Zufall „flogen“ sie ihm zu, ein Paar von einem Hof in Michelsrombach, der seine Taubenzucht einstellte. Heute hat er sieben Paare von ihnen. Mit Hingabe kümmert es sich um seine Tiere, die er in großen Volieren im Garten hält. Dort verbringen die Thüringer Mäuser auch ihre meiste Zeit, denn im Gegensatz zu den süddeutschen blauen Tauben fliegen sie nicht gerne aus und turteln am liebsten im heimischen Garten.

Rund viermal im Sommerhalbjahr lässt er seine Vögel, die 10 bis 15 Jahre alt werden, brüten. Insbesondere für seine Ausstellungsexemplare nimmt er sich jede Menge Zeit und viel Arbeit in Kauf. Und er hat beobachtet, dass sich das Idealbild der Tauben über die Jahrzehnte verändert hat. Heute werde hauptsächlich auf Schönheit hin gezüchtet, die „Fleischleistung“ sei nicht mehr so wichtig, sagt er.

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