Hübsch unkompliziert: das Gelbe Frankenvieh

Genügsam, robust und gutartig im Charakter kam das Gelbe Frankenvieh den Bedürfnissen der Menschen in jeder Beziehung entgegen: Als Milchgeber, Fleischlieferant und in früheren Zeiten auch als Arbeits- und Zugtier. Selbst auf kargen Weiden kommt es gut zurecht und findet dort ausreichend Futter – wie geschaffen also für ein Leben in der Rhön. Unkompliziert ist es auch beim Kalben. Schon nach kurzer Zeit steht das Neugeborene auf eigenen Beinen. Es verwundert also wenig, dass all diese hervorragenden Eigenschaften dazu führten, dass diese bodenständige fränkische Rinderrasse einstmals in unserer Region fast in jedem Kuhstall stand. Erst durch erhöhte Leitungsansprüche wurde es von anderen  Rassen verdrängt und gilt heute leider als in seinem Bestand bedroht.

Seit neuestem entdecken immer mehr heimische Landwirte jedoch auch, dass das gelbe Frankenvieh nicht nur ein schützenswertes Kulturgut der Rhön ist, sondern auch ein erstklassiger Fleischlieferant.

Das Rhöner Gelbvieh der Familie Manger

In aller Gemütlichkeit grasen die 60 Tiere der Familie Manger auf der Ginolfser Jungviehweide am Leitenberg. Wie jedes Jahr ist die Mutterkuhherde dort von Mitte Mai bis Ende Oktober auf der 15 ha großen Weide anzutreffen. Schon im Jahr 2004 hat der biozertifizierte Betrieb auf die alte fränkische Rinderrasse umgestellt, und das aus innerer Überzeugung. „Auf alten Bildern von früher sieht man ja, dass das Gelbvieh in die Rhön gehört.“, sagt Klaus Manger,  und: „Mir hat die Rasse einfach gefallen!“ Kein Tier gleicht dem anderen, die Fellfarben reichen von hellbeige bis dunkel mit Spiel ins rötliche. Bäuerin Nadine kennt die Tiere alle mit Namen und weiß, wie sie untereinander verwandt sind. Ein Wissen, das auch beim neuerdings stattfindenden Weideabtrieb in Ginolfs nützlich sein kann, wenn die Tiere zum Überwintern zurück in den Stall geführt werden. Im Jahr 2012 hat Klaus Manger, gelernter Metzgermeister, den landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb von seinen Eltern übernommen und vermarktet das qualitativ hochwertige Fleisch direkt - sobald genügend Vorbestellungen da sind. „Ich würde sie gegen keine andere Rasse mehr tauschen!“, sagt er heute aufgrund seiner guten Erfahrungen.

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