Großer Schillerfalter - ein flatternder Edelstein

Große Schillerfalter zeigen eine beeindruckend blau-schillernde Färbung. Die Raupen dieses Schmetterlings sind erstaunlich frostresistent und warten auch unter Schnee und Eis auf den Frühling.

Der Große Schillerfalter (Apatura iris) ist ein wahrer Edelstein unter den Tagfaltern. Die Männchen dieser recht großen Schmetterlingsart zeigen eine beeindruckende, blau schillernde Flügelfarbe. Dieses namensgebende Schillern entsteht durch spezielle Lichtbrechung und ist abhängig vom Blickwinkel. Männliche Schillerfalter balzen mit dieser Farbpracht um die Gunst der Weibchen.


Frostfeste Raupen

Große Schillerfalter legen nach erfolgreicher Verpaarung ihre Eier einzeln auf die Blätter beschatteter Weiden. Die bereits im Herbst schlüpfenden Raupen sind außergewöhnlich frostresistent: Sie trotzen Schnee und Eis und überwintern auf Weidenzweigen oder in Blattgespinsten, um sich bei Frühlingsbeginn sogleich von den frischen Weidenknospen zu ernähren.


Schillerfalter in der Rhön

Ausgewachsene Große Schillerfalter sind äußerst wärmeliebend. Sie bewohnen Lichtwälder und sonnenbeschienene Waldwege, wobei die Nähe zu Weiden zur Eiablage wichtig ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Schmetterlingen saugen Große Schillerfalter keinen Nektar, sind also nicht an Blüten zu sehen. Sie benötigen aber für die Fortpflanzung wichtige Mineralstoffe und Salze, weshalb vor allem männliche Tiere häufig an feuchten Waldwegen, aber auch an Frosch- oder Mäusekadavern oder Hundekot zu sehen sind. In der Rhön kann der Große Schillerfalter in warmen Tagen von Juni bis August an lichtdurchfluteten Waldwegen beobachtet werden. Am ehesten ist er an Waldwegen in der Nähe von Tümpeln oder feuchten Bodenstellen zu finden.

Ein Großer Schillerfalter saugt Salze von einem feuchten Waldweg (Bild: T.Gerlach)

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