Der Grasfrosch – Überwintern am Gewässergrund

Der Grasfrosch (Rana temporaria) kommt in vielen Lebensraumtypen vor – bevorzugt allerdings in kleinen Teichen und Weihern. In grossräumigen Agrargebieten fehlt er mittlerweile weitgehend.

Der Grasfrosch besiedelt große Teile Europas. In Deutschland ist er von der Nord- und Ostseeküste bis in die Alpen verbreitet und oftmals eine häufige Art.
Grasfrösche bewohnen ein ausgesprochen breites Spektrum stehender und fließender Gewässer, die sie besonders als Laichplätze benötigen. Am Gewässergrund überwintern die Grasfrösche.

In vegetationsreichen Flachwasserbereichen setzen die Grasfrösche große Laichballen ab, die aus 700 bis 4.500 Eiern bestehen können. Das Laichgeschehen findet im zeitigen Frühjahr statt.

Grasfrösche gehen vorwiegend in der Dämmerungs- und Nachtzeit und besonders bei Regenwetter auf Nahrungssuche. Sie fressen Schnecken, Käfer, Spinnen, Asseln und Würmer.
Zu den Fressfeinden der Grasfrösche zählen beispielsweise: Weiß- und Schwarzstorch, Rotmilan, Möwe, Schleiereule, Uhu und Graureiher sowie Iltis, Fischotter, Fuchs, Waschbär und Ringelnatter.

Auch der Laich und die Larven werden bereits von Molchen, Wasservögeln und Fischen gefressen.

Alle Lurcharten stehen nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung in Deutschland unter gesetzlichem Schutz.

 

Die Rhön als Lebensraum für den Grasfrosch


Die Zerstörung oder Beeinträchtigung von Gewässern durch Zuschüttung oder Eintrag von Müll, Dünger und Umweltgiften gefährden die Bestände des Grasfrosches. Insbesondere während der Wanderungen, etwa vom Winterquartier zum Laichgewässer, führen häufig zu starken Verlusten durch den Straßenverkehr.

Die vielerorts aufgebauten "Krötenzäune" dienen hauptsächlich dem Schutz und der Lenkung der Erdkröte. Aber auch Grasfrösche und Molche werden so vor dem Verkehrstod geschützt.

Als Landlebensräume werden Grünland, Saumgesellschaften, Gebüsche, Gewässerufer, Wälder sowie Moore besiedelt. Innerhalb der bewaldeten Gebieten finden sich ausreichend Lebensräume – auch aufgrund der Vielzahl von Gewässern – für die Grasfrösche.

Lineare Strukturen in den offenen Landschaftsteilen der Rhön sind auch für die Grasfrösche förderlich, fehlen jedoch diese vielerorts.

 

Laichplatz (Foto: J.Holzhausen, BR Rhön)

Grasfrosch (Foto: A. Deepen-Wieczorek, piclease.com)

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