Simmelsberg bei Gersfeld-Rodenbach

Der Simmelsberg (842,7 m ü NN) liegt dort, wo sich die Basaltdecken der Langen Rhön im Südwesten allmählich auflösen. Er bildet ein flaches Plateau mit einer auffälligen Kante an der West- bis Südwestseite. Hier lässt sich die Auflösung der Decken auf etwa 300 m Länge durch einen Felsklippenzug erkennen. Dicke Einzelsäulen aus Alkalibasalt mit Durchmessern von 1 m und mehr in senkrechter Stellung weisen das Vorkommen als Rest einer ehemals größeren Basaltdecke aus. An Querklüften sind die Säulen zu großen Blöcken zerfallen und teilweise gegeneinander verkippt. Oft gleiten sie auch die Böschung hinab und führen so zu einer weit streuenden Blockhalde.

Am Simmelsberg liegen die Basaltdecken auf der früheren Geländeoberfläche aus Schichten des Oberen Buntsandsteins bis unteren Muschelkalks. Am Nord- und Westabhang steht der Muschelkalk in kleineren verfallenen Steinbrüchen an.

Der Simmelsberg ist mit einer Schutzhütte (Frankfurter Hütte) einem Rastplatz und an seiner Nordflanke mit Skiliften ausgestattet. Auf dem Plateau des Simmelsberges wird außerdem Modellflug betrieben. Hierfür werden die Wiesen gemäht, was der Hochfläche einen parkartigen Charakter und dem Geotop eine besondere Note verleiht. Mit seinen rd. 840 m Höhe ist der Simmelsberg ein wunderschöner Aussichtsberg, von dessen Plateau aus sich der Blick bis weit in die Bayerische Rhön, den Kessel von Gersfeld, die Vorderrhön, aber auch nach Norden am besten genießen lässt.

Einzelsäulen mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter weisen das Vorkommen als Relikt einer ehemals größeren Decke aus (Fotos: Prof. Dr. Schraft)


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