Lehrpfad Bauersberg mit Besucherbergwerk

Der etwa 9 km lange Lehrpfad am Bauersberg startet als Rundweg am Wanderparkplatz Rothsee und endet wieder am Rothsee. 10 Tafeln informieren über die Geologie der Rhön, den heutigen Basalttagebau, den früheren Abbau von Braunkohle, Basalt und Eisenerz sowie die Natur rund um den Bauersberg.

Der Basaltabbau in der Rhön begann um die vorletzte Jahrhundertwende, was auf die wachsende Bedeutung des Eisenbahnverkehrs zu dieser Zeit zurückzuführen ist. Der Basaltabbau am Stengerts, begonnen als Familienbetrieb im Jahre 1889, war einer der ersten Gewinnungsbetriebe der Rhön.

Am Bauersberg fing im Jahr 1900 die Produktion von Pflastersteinen an. Seit jeher ist der Basaltabbau somit fester industrieller Bestandteil der Stadt Bischofsheim. 1955 wurde am Bauersberg das erste Werk zur Produktion von Gesteinskörnungen errichtet.1970 wurde der Tagebau Stengerts stillgelegt und der Abbau konzentrierte sich fortan auf den Bauersberg.


Die bergbaulichen Wurzeln in der Rhön liegen sogar noch weiter zurück: Die ersten Überlieferungen einer Braunkohlengewinnung deuten auf das Jahr 1521 hin. In der unverwertbaren Überdeckung des Basalts vom Bauersberg, dem Abraum, zeugen noch heute Schächte und Hunte (Förderwagen) von der Gewinnung der Braunkohle.

Der aktive Basalttagebau am Bauersberg befindet sich zwei Kilometer nordöstlich von Bischofsheim an der Rhön. Die Basaltlagerstätte befindet sich am südlichen Ausläufer der Langen Rhön. Die geologische Basis des Gebietes bilden triassische Sedimentgesteine, die sich aus Buntsandstein- und Muschelkalkschichten aufbauen.

Darüber wurden in der geologischen Periode des Tertiärs (vor 65 bis 3 Mio. Jahren) Tone und Kohlen abgelagert. Der Vulkanismus in der Rhön ist ca. 18 bis 22 Mio. Jahre alt und wird ebenfalls dem Tertiär zugeordnet. Auch der Bauersberg war geprägt von vulkanischen Ereignissen. Nach umfangreicher Magmenförderung erkaltete die Lava zu Basalt. Die Magmen drangen dabei oft nur bis in Oberflächennähe, ohne dass es zu Eruptionen kam.

Durch die darauf folgende Erosion der weicheren auflagernden Sedimentgesteine im südlichen und östlichen Teil der Lagerstätte kam schließlich der härtere Basalt zum Vorschein. Heute erschließt der Tagebau einen solchen Basaltkörper. Die Widerstandsfähigkeit des Gesteins Basalt zeigt sich u. a. auch dadurch, dass die höchsten Gipfel der Rhön, wie z. B. Wasserkuppe, Dammersfeldkuppe und Kreuzberg, aus basaltischem Gestein bestehen und die unterlagernden Sedimentgesteine vor der Abtragung schützen.

Die zukünftige Gewinnung am Bauersberg sieht in einem ersten Schritt eine Erweiterung Richtung Norden vor. Im zweiten Abschnitt wird die Abbaurichtung anschließend nach Osten schwenken. Der anfallende Abraum wird in die bereits ausgesteinten Bereiche des Tagebaus verfüllt


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